Edgar Cayce – amerikanischer Seher und Mystiker

Edgar Cayce (sprich: kejßie) ist der wohl bestdokumentierte Seher des 20. Jahrhunderts. Mehr als 40 Jahre seines Lebens gab Edgar in einem unbewussten Zustand so genannte „Trance-Readings“ für tausende Suchende, diagnostizierte Krankheiten und enthüllte Kenntnisse über frühere Leben und anstehende Ereignisse. Wer aber war Edgar Cayce?

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Wer war Edgar Cayce?

Edgar Cayce – der “schlafende Prophet”

Edgar Cayce auf seiner Coach, die er für seine Readings benutzte

Als Medium wird er oft bezeichnet, als schlafender Prophet oder auch als amerikanischer Nostradamus. Edgar Cayce, geboren 1877, gestorben 1945, umgibt eine Aura des Geheimnisvollen. Vielen Menschen ist er gar nicht bekannt. Und doch gehörte dieser beeindruckende Mann zu den Persönlichkeiten, die die spirituelle Entwicklung im 20. Jahrhundert entscheidend mitprägten und deren Werk noch heute fortwirkt. Wie Mikao Usui, der Begründer des Usui Reiki Ryôhô, wie der Theosoph Rudolf Steiner, der Entdecker der Freien Energie Nikola Tesla, Mahatma Gandhi, der den gewaltlosen Widerstand propagierte, wie Albert Schweitzer und Albert Einstein und noch viele andere hat Edgar Cayce dazu beigetragen, dass viele Menschen begannen, sich selber und ihre Beziehung zu ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt neu zu definieren.

Edgar Cayces Kindheit

Edgar wurde auf einer Farm in Kentucky geboren. Schon früh zeigten sich seine einzigartigen Fähigkeiten. Er konnte nach eigenen Angaben den Geist seines verstorbenen Großvaters sehen und mit ihm sprechen und spielte häufig mit „eingebildeten“ Freunden, die er als Wesen von der anderen Seite bezeichnete. Außerdem konnte er den Inhalt von Büchern aus dem Gedächtnis wiedergeben, wenn er zuvor darauf geschlafen hatte. Diese Gaben brachten dem jugendlichen Edgar die Bezeichnung „Freak“ ein, was ihm sehr unangenehm war und schließlich veranlasste, seinen Geburtsort zu verlassen.

Edgar Cayces Fähigkeiten

Als Erwachsener stellte Edgar fest, dass er die Fähigkeit besaß, sich selbst in einen schlafähnlichen Zustand zu versetzen, indem er sich auf eine Couch legte, die Augen schloss und die Hände über seinen Solar Plexus faltete. In diesem Zustand der Entspannung und Ruhe war er in der Lage, seinen Geist mit Raum und Zeit zu verbinden – mit dem universellen Bewusstsein, das wir auch Überbewusstsein oder Höheres Selbst nennen.

Vermutlich war er der erste, der das Wort „Kanal“ (Channel) in Zusammenhang mit medialen Kräften prägte. Anders als ein Medium jedoch channelte er keine Engel, Geistwesen oder Verstorbene, sondern nach eigener Aussage „eine höhere Informationsquelle“. Aus dieser Verbindung heraus konnte er Fragen beantworten – Fragen aus allen möglichen Richtungen, wie zum Beispiel:

  • „Was sind die Geheimnisse des Universums?“
  • „Was ist der Sinn meines Lebens?“
  • „Was kann ich wegen meiner Arthritis tun?“
  • „Wie wurden die Pyramiden erbaut?“

Die Antworten auf solche Fragen wurden mit der Zeit „Readings“ genannt, was soviel wie „Vorlesungen“ oder „Lesungen“ heißt. Über 14.000 dieser Readings stehen uns noch immer zur Verfügung – leider bisher zum überwiegenden Teil nur in englischer Sprache. Die daraus gewonnenen Einsichten bieten auch heute noch praktische Hilfe und Rat für viele Menschen.

Und doch kam es auch vor, dass ungenaue oder sogar falsche Angaben durch den „Kanal“ kamen. Dies geschah meist, wenn Edgar erschöpft, erregt oder depressiv war, bevor er sich in Trance begab. Dann konnte es auch vorkommen, dass ein „Wesen“ Durchlass fand, wie es in etwa 70 Readings der Fall war.

Edgar Cayce im Wachzustand

Edgar und Gertrude Cayce / Edgar Cayce mit seinen Söhnen Hugh Lynn and Edgar Evans

Der wache Edgar war ein begeisterter Familienvater und begabter Fotograf. Er liebte seine Frau und seine beiden Söhne innig und versuchte stets, sich Zeit für sie zu nehmen. Seine große Leidenschaft gehörte jedoch der Bibel. Er war ein überzeugter Kirchgänger und Sonntagsschullehrer, der seine Schüler mit packenden Erzählungen aus der Bibel zu fesseln verstand.

Die Readings von Edgar Cayce

Obwohl Edgar Cayce schon 1945 an einem Lungenödem starb, ist die Botschaft aus den Readings in der heutigen Zeit der Umbrüche so aktuell wie eh und je. Themen wie Meditation, spirituelles Wachstum, Auren, Seelengefährten und ganzheitliche Gesundheit erfreuen sich heute großer Beliebtheit. Insgesamt decken die Readings erstaunlicherweise ca. 10.000 unterschiedliche Themen ab, die sich grob in fünf Bereiche unterteilen lassen:

  • Themen rund um die ganzheitliche Gesundheit und Heilung
  • Träume und Traumdeutung
  • Außersinnliche Wahrnehmung und mediale Fähigkeiten
  • Philosophie und Reinkarnation
  • Spirituelles Wachstum, Meditation und Gebet

Ab 1923 wurden die Readings sorgfältig aufgezeichnet und archiviert und stellen heute eine wahre Fundgrube für die oben genannten Themen dar.

Häufig werden die Angaben, die er in Trance machte, mit der so genannten „Neugeist“-Bewegung oder sogar dem „New Age“ in Verbindung gebracht. Doch obwohl Edgars Werk eine starke christliche Prägung aufweist, lässt es sich nicht in eine bestimmte „Bewegung“ oder Richtung pressen.

In den Readings wurde niemals eine zu befolgende Glaubensrichtung vorgegeben. Sie konzentrierten sich auf die Tatsache, dass jeder Mensch die dargelegten Prinzipien in seinem ganz persönlichen Leben austesten muss. Das zugrundeliegende Prinzip der Readings ist das Einssein allen Lebens, die Toleranz gegenüber allen Menschen sowie eine Aufgeschlossenheit und ein Verständnis für jede Religion der Welt.

Buchempfehlungen zu Edgar Cayce

Einige Bücher zu diesem Thema:

Ausführlichere Informationen zur Person Edgar Cayces finden Sie unter www.cayce-portal.de.

Stefanie Piel

Stefanie Piel – Autorin und Übersetzerin

Zu den übersetzten bzw. überarbeiteten Büchern gehören die beiden auf Cayces Lehre basierenden „Suche nach Gott“-Bände Suche nach Gott Buch I und Suche nach Gott Buch 2, die 2013 in 2. Auflage erschienen, sowie ein Buch von Mark Thurston:
Die Lehre des Edgar Cayce.

cayceportal.wordpress.com
cayce-portal.de

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