Herbstgedichte und Sprüche über den Herbst
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Herbstgedichte zur Einstimmung in diesen Herbst

Liebevoll ausgewählte Herbstgedichte

Einerseits ist der Herbst geprägt von den warmen Farben der herbstlich-bunten Bäume, andererseits spüren wir die kälter werdenden Tage. Manche Herbsttage sind kühl, aber klar, manche Tage hingegen grau und schmucklos, nämlich dann, wenn es regnet.

Dann – natürlich – ist der Herbst die Zeit der Ernte und des Dankes.

Genau diese Pole, die wir in der Zeit des Herbstes erleben, zeigen die folgenden Herbstgedichte. Schmökern Sie in den folgenden Herbstgedichten, die Sie auf jeden Fall einstimmen können in die herbstliche Jahreszeit:

Im Herbst

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
mit kunstgeübtem Hinterbein
ganz allerliebste Elfenschleier
als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Wilhelm Busch

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

Christian Friedrich Hebbel

Jetzt ist es Herbst

Jetzt ist es Herbst,
die Welt ward weit,
die Berge öffnen ihre Arme
und reichen dir Unendlichkeit.
Kein Wunsch, kein Wuchs ist mehr im Laub,
die Bäume sehen in den Staub,
sie lauschen auf den Schritt der Zeit.

Jetzt ist es Herbst,
das Herz ward weit.
Das Herz, das viel gewandert ist,
das sich verjüngt mit Lust und List,
das Herz muss gleich den Bäumen lauschen
und Blicke mit dem Staube tauschen.
Es hat geküsst, ahnt seine Frist,
das Laub fällt hin, das Herz vergisst.

Max Dauthendey

Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen.
Bald siehst Du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmen Golde fließen.

Eduard Friedrich Mörike

Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
drängt die Welt nach innen;
ohne Not geht niemand aus;
alles fällt in Sinnen.

Leiser wird die Hand, der Mund,
stiller die Gebärde.

Heimlich, wie auf Meeresgrund,
träumen Mensch und Erde.

Christian Morgenstern
Neu bei Viabilia!

Was der Frühling nicht sät,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen.

Johann Gottfried von Herder

Herbsttag

Herr: Es ist Zeit.
Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein,
gib ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin,
und jage die letzte Süße
in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandeln, wenn die Blätter treiben.

Rainer-Maria Rilke
Neu bei Viabilia!

Im Herbst steht
in den Gärten die Stille,
für die wir keine Zeit haben.

Victor Auburtin

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer-Maria Rilke
Viele kleine Herzchen schicken liebe Grüße an unsere Leser/innen

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Herbst

Ich sah den Wald sich färben,
die Luft war grau und stumm;
mir war betrübt zum Sterben,
und wusst’ es kaum, warum.

Durchs Feld vom Herbstgestäude
hertrieb das dürre Laub;
da dacht’ ich: deine Freude
ward so des Windes Raub.

Dein Lenz, der blütenvolle,
dein reicher Sommer schwand;
an die gefrorne Scholle
bist du nun festgebannt.

Da plötzlich floss ein klares
Getön in Lüften hoch:
Ein Wandervogel war es,
der nach dem Süden zog.

Ach, wie der Schlag der Schwingen,
das Lied ins Ohr mir kam,
fühlt’ ich’s wie Trost mir dringen
zum Herzen wundersam.

Es mahnt’ aus heller Kehle
mich ja der flücht’ge Gast:
Vergiss, o Menschenseele,
nicht, daß du Flügel hast.

Emanuel Geibel
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Herbst-Gefühl

Müder Glanz der Sonne!
Blasses Himmelblau!
Von verklungner Wonne
träumet still die Au.

An der letzten Rose
löset lebenssatt
sich das letzte lose,
bleiche Blumenblatt!

Goldenes Entfärben
schleicht sich durch den Hain!
Auch Vergehn’n und Sterben
däucht mir süß zu sein.

Karl von Gerok
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Septembertag

Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit,
die dich befreit, zugleich sie dich bedrängt;
wenn das kristallne Gewand der Wahrheit
sein kühler Geist um Wald und Berge hängt.
Dies ist des Herbstes leidvoll süße Klarheit…

Christian Morgenstern
Neu bei Viabilia!

Äpfellese

Das ist ein reicher Segen
in Gärten und an Wegen!
Die Bäume brechen fast.
Wie voll doch alles hanget!
Wie lieblich schwebt und pranget
der Äpfel goldne Last!

Jetzt auf den Baum gestiegen!
Lasst uns die Zweige biegen,
dass jedes pflücken kann!
Wie hoch die Äpfel hangen,
wir holen sie mit Stangen
und Haken all’ heran.

Und ist das Werk vollendet,
so wird auch uns gespendet
ein Lohn für unsern Fleiß.
Dann zieh’n wir fort und bringen
die Äpfel heim und singen
dem Herbste Lob und Preis.

Hoffmann von Fallersleben
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Ein Geschenk, freundlich und kostbar,
ist ein Novembertag in Dur und Gold.

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Mit herzlichen Grüßen
von Betina Graf-Deveci


Wer glaubt,
alle Früchte
werden mit den
Erdbeeren reif,
versteht nichts
von den Trauben.

Paracelsus
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Novembertag

Geht ein sonnenloser Tag
wiederum zur Neige,
und der graue Nebel tropft
durch die kahlen Zweige.

Leise atmend ruht die See,
müde, traumumsponnen . . .
eine Woge, schaumgekrönt,
ist im Sand zerronnen.

Clara Müller-Jahnke
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Kommt, von allerreifsten Früchten
mit Geschmack und Lust zu speisen!
Über Rosen lässt sich dichten,
in die Äpfel muss man beißen.

Johann Wolfgang von Goethe
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Der Herbst ist immer unsere beste Zeit.

Johann Wolfgang von Goethe
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Wie ein Weg im Herbst:
Kaum ist er rein gekehrt,
bedeckt er sich wieder
mit den trockenen Blättern.

Franz Kafka
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Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr
mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit
im Kahn den blauen Fluß hinunter
wie schön sich Bild an Bildchen reiht,
das geht in Ruh und Schweigen unter

Georg Trakl
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Und sind die Blumen abgeblüht,
so brecht der Äpfel goldne Bälle!
Hin ist die Zeit der Schwärmerei,
nun schätzt endlich das Reelle!

Theodor Storm
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So regnet es sich langsam ein…

So regnet es sich langsam ein
und immer kürzer wird der Tag
und immer seltener der Sonnenschein.

Ich sah am Waldrand gestern ein paar Rosen stehn.
Gib mir die Hand und komm…
wir wollen sie uns pflücken gehn.

Es werden wohl die letzten sein!

Cäsar Otto Hugo Flaischlen
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Der Frühling ist zwar schön;
doch wenn der Herbst nicht wär’,
wär’ zwar das Auge satt,
der Magen aber leer.

Friedrich von Logau

Diese Herbstgedichte sollen Sie einstimmen auf schöne Tage und vielleicht einen goldenen Oktober dieses Jahr. Auf eine schöne herbstliche Zeit!

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