An die lange Leine nehmen? Auch Hunde benötigen eine solide Erziehung

Hundeerziehung: Hund geht an der Leine

Hunde sind wie Kinder, lässt man ihnen freie Hand, sind sie nicht mehr zähmbar und unkontrollierbar. Besonders in jungen Jahren müssen Hunde ebenso wie Kinder erzogen werden, denn in ihren Prägejahren ist diese Form der Erziehung elementar und wichtig fürs gesamte Leben. Nicht selten sind es die Hunde, die nie eine gute Erziehung genossen haben oder auch die falsche, diejenigen, die schließlich zu Angstbeißern oder generell zu bissigen Hunden an der Leine mutieren, deren man sogar als Besitzer selbst nicht mehr Herr wird. So können Hunde zur Waffe an der Leine werden und landen dann besonders nach Beißvorfällen in Tierheimen und werden nicht selten deshalb getötet.

Das richtige Hundealter

Einen Hund zu erziehen ist grundsätzlich immer möglich. Selbst ältere Hunde, mit alten Verhaltensmustern und gravierenden Auffälligkeiten können nach einfühlsamer Erziehung die besten Gefährten fürs Leben werden. Hierzu braucht man als Hundehalter allerdings unglaublich viel Zeit und Ruhe. Denn nicht selten ist es bei solchen Hunden so, dass sobald sie in eine gewisse Situation geraten, oder auch nur eine Sekunde an alte Zeiten erinnert werden, den sogenannten Schlüsselmomenten, verfallen sie unter Umständen wieder in alte Verhaltensmuster. Das kann eine Gefahr für Hundehalter und auch beteiligter Menschen in unmittelbarer Nähe sein, die man grundsätzlich weder vorhersehen kann, noch abschätzbar ist. Die richtige Hundeerziehung hängt also nicht vom eigentlichen Hundealter ab, sondern beginnt im Moment der Übernahme des Hundes, wenn man als Halter die Verantwortung für das jeweilige Tier übernehmen muss. Das Alter des Hundes spielt also überhaupt keine Rolle.

Welpen schon erziehen

Wer sich einen Hundewelpen von beispielsweise zehn Wochen zulegt, sollte schon relativ früh damit anfangen, ihn ein wenig zu erziehen. Natürlich nur in Maßen und nicht gleich mit Anweisungen und erzieherischen Maßnahmen überfordern. Ein Hundebaby kann sich maximal nur 30 Minuten am Stück auf eine Sache konzentrieren.

Viel wichtiger ist, dass man nun als Rudelführer zunächst alles was in unmittelbarer Reichweite des Welpen liegt, wie Stromkabel, Hausschuhe, Steckdosen, Regale, Fernbedienungen von TV und Co., Handys und mehr, außer Reichweite legt. Denn so klein die niedlichen Zwerge auch sind, sie können besonders mit ihren feinen und außerordentlich spitzen Zähnen einigen Schaden verursachen. Am besten man legt ihnen einiges Hundespielzeug ins Körbchen, damit sie beschäftigt sind. Welpen sind wie Kinder zunächst nur daran interessiert, ihre Umgebung zu inspizieren. Scheue Welpen trauern oftmals nach ihren Geschwisterkindern, der Wärme der Mutter und ihrer Welpen. Ihnen sollte man so viel wie möglich die Zeit schenken, die sie brauchen, um sich an das neue Zuhause gewöhnen zu können und ihre Trauer so zu überwinden. Nicht direkt schon am Anfang den Welpen stundenlang alleine lassen, lieber nach und nach die Zeit etwas verlängern.

Die Zusammenführung von Hund und Kind

Dieser Aufgabe sollte man besondere Aufmerksamkeit schenken, denn immer wieder werden Hunde abgegeben, die unter Umständen schon seit etlichen Jahren ein Zuhause gefunden haben, wo sich nach Kinderzuwachs plötzlich ein Konkurrenzverhalten mit einer dicken Portion Eifersucht bei dem Hund einstellte. Die Zusammenführung von Kind und Hund sollte also mit aller Sorgfalt und Ruhe geschehen. Das gleichzeitige Streicheln oder auch Spielen kann schon dazu führen, dass alle negativen Beweggründe gar nicht erst hervorkommen. Das Spielen und Toben sollte allerdings auch hier nur in Maßen geschehen und nicht ausarten. Auch hier müssen Schranken und Regeln aufgezeigt werden, die vom Hund (und Kind) schnell verstanden und akzeptiert werden.

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