Nikolaus: Bilder, Sprüche und Grußkarten zu Sankt Nikolaus

In der Adventszeit gibt es besondere Tage, und einer davon ist eindeutig der Nikolaus-Tag. Der Nikolaus kommt immer in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember. Die Traditionen sind hierzu regional unterschiedlich.

Lesen Sie in einem kurzen Vorspann die Unterschiede zwischen Nikolaus, Knecht Ruprecht und dem Weihnachtsmann.

Danach folgen die Nikolaus-Gedichte.

Was es mit Nikolaus auf sich hat

Übrigens: wer sich dafür interessiert, was es eigentlich mit dem Nikolaus so auf sich hat:

  • Nikolaus: Der Nikolaus bezieht sich auf den Heiligen Sankt Nikolaus, der (wahrscheinlich) am 6. Dezember 345 n.Chr. starb. Zu seinen Lebzeiten verteilte er sein Erbe an die Armen. Es sind verschiedene Wunder überliefert. So wurde Nikolaus von der katholischen Kirche nach seinem Tod heilig gesprochen, er wird als Schutzpatron der Kinder und der Seeleute verehrt.
  • Knecht Ruprecht: Er ist der Geselle, der Nikolaus auf seinen Besuchen in den Häusern begleitet; in Bayern ist es der Krampus, der schwarz gekleidet mit einer Rute den ungehorsamen Kindern Angst machen soll. Der Nikolaus ist dann aber gütig und verteilt die Gaben.
  • Der Weihnachtsmann oder Santa Claus: Der Weihnachtsmann ist eine Symbolfigur, die den Kindern an Heilig Abend Geschenke bringt. Sie hat mit Nikolaus nichts zu tun, obwohl beide in roter Kutte und weißem, langen Bart dargestellt werden.

Ausgewählte Nikolaus-Gedichte

Wenn der Nikolaus sich verspätet …

Postkarte: Der Nikolaus steckt fest ...

Wenn der Nikolaus sich verspätet …

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Nikolaus, du guter Mann

Nikolaus, du guter Mann

Nikolaus, du guter Mann,
hast einen schönen Mantel an.
Die Knöpfe sind so blank geputzt,
dein weißer Bart ist gut gestutzt,
die Stiefel sind so spiegelblank,
die Zipfelmütze fein und lang,
die Augenbrauen sind so dicht,
so lieb und gut ist dein Gesicht.

Du kamst den weiten Weg von fern,
und deine Hände geben gern.
Du weißt, wie alle Kinder sind:
Ich glaub, ich war ein braves Kind.
Sonst wärst du ja nicht hier
und kämest nicht zu mir.
Du musst dich sicher plagen,
den schweren Sack zu tragen.

Drum, lieber Nikolaus,
pack ihn doch einfach aus.

Unbekannt
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Knecht Ruprecht

Von drauß’, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch’ durch des finstern Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden;
denn es soll wieder Weihnachten werden!”

Ich sprach: “Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo’s eitel gute Kinder hat.”

“Hast denn das Säcklein auch bei dir?”
Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.”

“Hast denn die Rute auch bei dir?”
Ich sprach: “Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil den rechten!”

Christkindlein sprach: “So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!”
Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Theodor Storm
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Lieber heiliger Nikolaus

Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch auch in unser Haus!
Bring uns, was wir hätten gern;
Äpfel, Nüss’ und Mandelkern.
Leg in Schuh und Teller ein
lauter Dinge, die uns freun.

Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch heut in unser Haus.
Lehr uns an die Armen denken,
lass uns teilen und verschenken.
Zeig uns, wie man fröhlich gibt,
wie man hilft und wie man liebt.

Lieber heil’ger Nikolaus,
komm doch heut in jedes Haus.
Alle Kinder, groß und klein,
stimmen dann voll Freude ein:
Gott sei Dank für alle Gaben,
die wir heut empfangen haben.

Volksweisheit / Volksgut
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Nikolaus unterwegs mit Pferden

Es rauscht der Wind im Winterwalde
durch die kühle graue Flur,
und ein jeder hofft, schon balde
find er St. Niklolauses Spur.

Ach, wann wird er endlich kommen,
dieser heiß ersehnte Gast?
Kinder blicken teils benommen
von Baum zu Baum, von Ast zu Ast.

In den Blicken heißes Sehnen,
Fragen, was wird dann geschehn?
Und mancher tut schon mal erwähnen,
“Ich hab St. Nikolaus gesehn”.

Langsam neigt der Tag sich nieder,
die Winternacht, sie steigt herauf,
als ein leises Raunen wieder,
stoppt der Kinder frommen Lauf.

Da aus dunstigem Gefilde
steigt wie eine Nebelnacht,
ein stilles schattiges Gebilde,
und die Dämmerung ist erwacht.

Kinderblicke werden helle
die Gesichter sind verzückt,
als Niklaus an der Tagesschwelle,
tritt in ihren Sehnsuchtsblick.

Du guter alter Nikolaus,
du Freund der Kinder nah und fern,
leer Deinen Sack heut bei uns aus,
wir alle haben dich so gern.

Unbekannt
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Verse zum Advent

Noch ist Herbst nicht ganz entflohn,
aber als Knecht Ruprecht schon
kommt der Winter hergeschritten,
und alsbald aus Schnees Mitten
klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah,
bunt auf uns herniedersah,
weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
und das Jahr geht auf die Neige,
und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn,
heute bist du uns noch fern,
aber Tannen, Engel, Fahnen
lassen uns den Tag schon ahnen,
und wir sehen schon den Stern.

Theodor Fontane
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Geschenke vom Nikolaus

Sankt Niklas kommt

Sankt Niklas, komm in unser Haus,
leer deine grossen Taschen aus,
stell dein Esel auf den Mist,
dass er Heu und Hafer frisst.
Heu und Hafer frisst er nicht,
Zuckerbrezel kriegt er nicht.

Volksweisheit / Volksgut
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Die Nikolausgedichte zeigen oft, dass der Nikolaus ein strenger Mann ist, der belohnen und bestrafen kann. Angst als Mittel der Erziehung kann nach heutiger Auffassung nicht die Richtschnur sein, deshalb sind bei den alten Nikolaus-Gedichten wohl auch die Bewertungen eher schlecht bzw. zurückhaltend.

Nik’laus, Nik’laus, lieber Mann,
klopf an unsre Türe an!
Wir sind brav, drum bitte schön,
lass’ den Stecken draußen stehn!

Nik’laus, Nik’laus, huckepack,
schenk uns was aus deinem Sack!
Schüttle deine Sachen aus,
gute Kinder sind im Haus!

Volksweisheit / Volksgut

Die Nikolausgedichte zeigen oft, dass der Nikolaus ein strenger Mann ist, der belohnen und bestrafen kann. Angst als Mittel der Erziehung kann nach heutiger Auffassung nicht die Richtschnur sein, deshalb sind bei den alten Nikolaus-Gedichten wohl auch die Bewertungen eher schlecht bzw. zurückhaltend.

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König Nussknacker, so heiß ich.
Harte Nüsse, die zerbeiß` ich.
Süße Kerne schluck`ich fleißig;
doch die Schalen, ei! die schmeiß` ich
lieber Andern hin,
weil ich König bin.

Aber seid nicht bang!
Zwar mein Bart ist lang,
und mein Kopf ist dick
und gar wild der Blick;
doch was tut denn das?
Tu` kein`m Menschen was;

Bin im Herzensgrund,
trotz dem großen Mund,
ganz ein guter Jung`,
lieb`Veränderung;
amüsir`mich gern
wie die großen Herrn;
Arbeit wird mir schwer
und dann mag ich sehr
frommen Kindersinn,
weil ich König bin.

Heinrich Hoffmann
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Viele kleine Herzchen schicken liebe Grüße an unsere Leser/innen

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Die letzten beiden Zeilen kann man für Kinder besser weglassen, deshalb wohl auch die verständliche zurückhaltende, schlechte Bewertung für dieses klassische Nikolaus-Gedicht. Da Kinder nicht geschlagen werden sollen, kommt dieses Gedicht auch in die Rubrik der Sprüche und Zitate, die echt nicht stimmen.

Knecht Ruprecht

Draußen weht es bitterkalt,
wer kommt da durch den Winterwald?
Stipp – stapp, stipp – stapp und huckepack –
Knecht Ruprecht ist’s mit seinem Sack.
Was ist denn in dem Sack drin?

Äpfel, Mandeln und Rosin’
und schöne Zuckerrosen,
auch Pfeffernüss’ fürs gute Kind;
die andern, die nicht artig sind,
die klopft er auf die Hosen.

Martin Boelitz

Die letzten beiden Zeilen kann man für Kinder besser weglassen, deshalb wohl auch die verständliche zurückhaltende, schlechte Bewertung für dieses klassische Nikolaus-Gedicht. Da Kinder nicht geschlagen werden sollen, kommt dieses Gedicht auch in die Rubrik der Sprüche und Zitate, die echt nicht stimmen.

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Ein hübsch gezeichnete Nikolaus-Geschichte für Kinder. Das Buch eignet sich gut als Mitbringsel oder als Nikolaus-Geschenk.

Dieses kleine Nikolaus-Gedicht könnte gut für kleine Kinder geeignet sein, als Vers vor dem Nikolaus aufzusagen, ggf. für die ganz Kleinen nur die erste Strophe.

Holler Boller Nikolaus

Holler Boller Nikolaus

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.

Knackt die Schale, springt der Kern,
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus,
guter alter Nikolaus.

Albert Sergel

Dieses kleine Nikolaus-Gedicht könnte gut für kleine Kinder geeignet sein, als Vers vor dem Nikolaus aufzusagen, ggf. für die ganz Kleinen nur die erste Strophe.

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Nikolaus mit Geschenken auf seinem Rücken

Lieber guter Nikolaus

Ach du lieber Nikolaus,
komm doch einmal in mein Haus!
Hab so lange an dich gedacht!
Hast mir auch was mitgebracht?

Christian Fürchtegott Gellert
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Sankt Nikolaus in der Nacht

Ihr Kinder stellt die Schuh’ hinaus

Ihr Kinder, stellt die Schuh’ hinaus,
denn heute kommt der Nikolaus.
Und wart ihr immer gut und brav,
dann lohnt’s euch Nikolaus im Schlaf.

Er bringt euch Äpfel, Feigen, Nüss’
und gutes Backwerk, zuckersüss.
Doch für das böse, schlimme Kind
legt er die Rute hin geschwind.

Unbekannt
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