Ostergedichte für das Osterfest 2018

Sammlung ausgewählter Ostergedichte

Eine kleine Sammlung wunderschöner Ostergedichte, das Ihr Osterfest bereichern kann, und mit denen Sie beispielsweise Ihre Grußkarten für das Osterfest persönlich gestalten können.

Wir haben diese Auswahl an Ostersprüchen unterteilt in:

  • neuere, zeitgenössische Gedichte und Wünsche, die übrigens sehr beliebt sind :)
  • klassische Ostergedichte und Zitate aus der Literatur

Wann ist Ostern dieses Jahr 2018?

Ostern liegt dieses Jahr 2018 folgendermaßen:

Ostersonntag: am 1. April 2018
Ostermontag: am 2. April 2018

Das Osterfest orientiert sich am jüdischen Passahfest, und ist somit an die Mondphasen gekoppelt: der erste Sonntag, der dem Vollmond nach Frühlingsanfang folgt, ist der Ostersonntag. Deshalb liegt Ostern auch jedes Jahr etwas anders.

Zeitgenössische Ostergedichte

Gute Gedanken zum Osterfest bringen Ihnen die folgenden zeitgenössischen Ostergedichte.

Kleines Osternest zu Ostern mit einem roten Ei

Ostergrüße für die Erneuerung im Leben

Wo sonst nur Vögel tirilieren,
hörst Du heute Kinder jubilieren.
Der Garten wird zum Ort der Freude,
denn Osternester finden sie drin heute.

Drum geh’ auch Du hinaus zum Feiern,
und such’ nach bunten Ostereiern.
Sei unbesorgt und glücklich wie ein Kind,
freu’ Dich an Sonne, Regen und am Wind.

Hab’ Mut und geh’ nicht nur die ausgetretnen Pfade,
wer sich nicht traut, verpasst etwas,
und das wär’ schade.
Hüpf’ dem Osterhasen hinterher,
ihm zu folgen ist nicht schwer.

Er will etwas Besonderes für Dich verstecken,
Du wirst viel mehr als Ostereier entdecken:
Ostern bringt uns die Erneuerung ins Leben,
will Hoffnung und Freude Dir heute geben.

Nimm’ das Geschenk der Osterzeit,
sei für das Neue nun bereit:
Empfange jetzt Dein Osterglück,
das ist mein Osterwunsch, den ich Dir schick’.

Sabine Bröckel

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Neu bei Viabilia!
Weidenkätzchen mit Osterei zu Ostern für das Osterfest als Dekoration

Lass’ uns Ostern zusammen feiern!

Ich würde gerne bunte Ostereier suchen,
ich weiß, ich find’ sie nur mit Dir.

Ich würde gerne Weidenzweige in die Vase stellen,
ich weiß, ich pflück’ sie nur mit Dir.

Ich würd’ Dir gerne frohe Ostern wünschen,
drum bitt ich Dich: Komm vorbei zu mir!

Sabine Bröckel

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Ostern: Jesus ist auferstanden!

Jesus ist auferstanden

Nicht, dass er starb am Kreuz,
sollt Ihr betrauern,
nicht, dass man ihn zu Grabe trug,
sollt Ihr bedauern!

Er starb, doch ist vom Tod er
auferstanden, und er lebt!
So jauchzet alle, die Ihr
nach dem ewigen Leben strebt.

Er schenkt es Euch,
befreit Euch von der Sünde,
auf dass ein jeder seine Botschaft
am Osterfest verkünde.

Sabine Bröckel

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Zierkirschen im Frühling, die anfangen zu blühen

Ein lauer Wind begleitet nun des Frühlings Overtüre,
weht fort der letzten Winterfröste kalten Hauch.
Auf dass ein jeder nun des Lenzens Wärme spüre,
und jauchzt: es wird jetzt Ostern auch!

Sabine Bröckel

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Ostern: Jesus ist auferstanden

Jesus ist auferstanden

Lasst klingen nun die Osterglocken,
lasst wirken nun das Wort des Herrn.
Ihr sollt nicht trauern – sollt frohlocken,
dem Tode ist sein Sohn nun fern!

Er hat die dunkle Macht bezwungen,
verzieh, dass sie ans Kreuz ihn banden.
Er starb, nachdem er mit dem Leid gerungen,
und dann: Er lebt, denn er ist auferstanden!

So feiert nun das Osterfest,
es schenkt uns Glauben und Vergeben,
das Wunder, das uns hoffen lässt,
und auch das ewige Leben.

Sabine Bröckel

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Weidenkätzchen zu Ostern

Lasst heute …

das Licht der Hoffnung leuchten,
das Ostern mit sich bringt,
das Wunder Euch berühren,
das in der Osterzeit geschah,
uns an die Auferstehung denken,
wenn die Osterglocke klingt,
uns die Erneuerung feiern,
dann sind wir dem Herrn Jesus nah.

Sabine Bröckel

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Ostermorgen

Kaum graut der Morgen, hört man schon,
den Glockenklang vom nahen Dom.
Er ruft es in die Nacht hinein:
„So kommt, oh kommt, von fern und nah,
und seht was heute Nacht geschah!“

Der Engel, der am Grab gewacht,
verkündet es am End der Nacht:
„Der Herr, ist heute auferstanden!
Verbreitets schnell in allen Landen!“

Die Frauen könnens kaum verstehn,
als sie das leere Grab nun sehn.
Von Furcht und Freude fast benommen,
verstehn sie kaum, was hier begonnen.

Ja, Jesus hat den Tod besiegt!
Das Böse nun gefangen liegt,
die Sünden, sie sind uns vergeben,
von nun an gibt’s das ew`ge Leben.

Drum ziehen wir am Ostermorgen,
schon früh um fünf, in Gott geborgen;
und loben Jesus, unsern Herrn.
Ja, er ist unser Morgenstern.

Du schenktest uns ein neues Leben,
hast unsre Sünden uns vergeben.
Gern ruf ich`s in den Ostermorgen:
„Bei dir, oh Herr, bin ich geborgen!“

Christina Telker

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Neu bei Viabilia!
Gelbe Osterglocken in hübscher Vase

Ich wünschte mir so sehr,
dass ich ein Osterglöckchen wär’.

Ich stände dann ganz still und stumm
auf der grünen Wiese rum.

Im Frühling kommen, im Sommer geh‘n,
ja so ein Leben wäre schön!

Ich würde Jung und Alt erfreuen,
und müsst’ mein Lebtag nichts bereuen.

Vielleicht käm’ Ostern auch ein Kind,
und pflückt mich von der Wies geschwind.

Dann versüßte ich im Haus die Luft,
mit meinem frischen Blumenduft.

Ja so ein Osterfest wär‘ fein,
könnt’ ich doch bloß ein Blümlein sein.

Felice Hellweg

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Außerdem haben wir eine spezielle Osterseite gestaltet, auf der es um Ostergrüße für Osterkarten geht, auch mit Vorlagen für einen Osterbrief, wenn Sie Briefe statt Osterkarten schreiben bevorzugen.

Klassische Ostergedichte aus der Literatur

Vogel im Frühling

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum zu blühen fangen an.

So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.

Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein’ neuen Schein.

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Friedrich Spee
Neu bei Viabilia!
Glockenturm im Tal

Ostern

Vom Münster Trauerglocken klingen,
vom Tal ein Jauchzen schallt herauf.
Zur Ruh sie dort dem Toten singen,
die Lerchen jubeln: wache auf!

Mit Erde sie ihn still bedecken,
das Grün aus allen Gräbern bricht,
die Ströme hell durchs Land sich strecken,
der Wald ernst wie im Träumen spricht,

Und bei den Klängen, Jauchzen, Trauern,
so weit ins Land man schauen mag,
es ist ein tiefes Frühlingsschauern
als wie ein Auferstehungstag.

Freiherr von Eichendorff
Neu bei Viabilia!

Dieses Ostergedicht ist vielleicht deshalb nicht so beliebt, weil es sehr altertümlich daherkommt …

Sprang der Osterhas
durch die grünende Welt;
Kinder und Verliebte
suchten im sonnigen Feld.

Welch ein schönes Nest
hat mein Liebchen entdeckt!
Unterm Veilchenbusch
fein war es versteckt.

Viele schöne Eier
lagen glänzend drin,
und mein jubelndes Liebchen
kauerte neben es hin.

“Eier rosenrot!
Eier himmelblau!
Keins von ihnen schwarz!
Keins von ihnen grau!”

Die Rosenroten
waren voll Küsse;
die Himmelblauen
waren voll Lieder; –
und Dämmerung ward es,
eh’ wir nach Haus kamen!

Wilhelm Raabe

Dieses Ostergedicht ist vielleicht deshalb nicht so beliebt, weil es sehr altertümlich daherkommt …

Japanischer Blütenzweig mit rosa Blüten daran

Blauer Himmel und weiße Blüten,
ein göttliches Begüten
liegt über aller Welt;
es ist ein himmlisch Hüten,
das uns in Armen hält.

Weiß nicht, wohin mich’s leite,
weiß nicht, wohin ich schreite,
mein Herz ist wohl bestellt:
Ich wandre in die Weite,
wohin es Gott gefällt.

Der hat mit tausend Blüten
mir meinen Weg erhellt.

Otto Julius Bierbaum
Menatenboshi-Blüte im Frühling

Gedicht zur Osterzeit

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum` zu blühen fangen an.

So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.

Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein` neuen Schein.

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Friedrich Spee von Langenfeld

Liebe Ostergrüße an dich!

Ich möchte Ostergrüße an dich senden,
solche, die alles zum Guten wenden.
Weil Ostern die Zeit der Erneuerung ist,
und ich weiß, dass du das Neue vermisst.

Drum soll Ostern in dir die Freude wecken,
jemand für dich ein Nest verstecken;
dir dann beim Suchen zur Seite stehen,
mit dir den Osterhasen sehen.

Für dich Eier bunt verzieren,
dich mit Wort und Tat berühren,
Weidenkätzchen für dich pflücken,
sie für dich mit ausgeblasnen Eiern schmücken,

dir einen Schokoladenosterhasen schenken,
lächelnd immer an dich denken.
Und wenn die Osterglocken klingen,
dir frohe Osterwünsche bringen!

Sabine Bröckel

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Meer, silber-grün glänzend über den Horizont

Eine kleine Ostererzählung

Es war daheim auf unserm Meeresdeich;
ich ließ den Blick am Horizonte gleiten,
zu mir herüber scholl verheißungsreich
mit vollem Klang das Osterglockenläuten.

Wie brennend Silber funkelte das Meer,
die Inseln schwammen auf dem hohen Spiegel,
die Möwen schossen blendend hin und her,
eintauchend in die Flut die weißen Flügel.

Im tiefen Kooge bis zum Deichsrand
war sammetgrün die Wiese aufgegangen;
der Frühling zog prophetisch über Land,
die Lerchen jauchzten und die Knospen sprangen. –

Entfesselt ist die urgewalt’ge Kraft,
die Erde quillt, die jungen Säfte tropfen,
und alles treibt, und alles webt und schafft,
des Lebens vollste Pulse hör ich klopfen.

Der Flut entsteigt der frische Meeresduft;
vom Himmel strömt die goldne Sonnenfülle;
der Frühlingswind geht klingend durch die Luft
und sprengt im Flug des Schlummers letzte Hülle.

O wehe fort, bis jede Knospe bricht,
dass endlich uns ein ganzer Sommer werde;
entfalte dich, du gottgebornes Licht,
und wanke nicht, du feste Heimaterde! –

Hier stand ich oft, wenn in Novembernacht
aufgor das Meer zu gischtbestäubten Hügeln,
wenn in den Lüften war der Sturm erwacht,
die Deiche peitschend mit den Geierflügeln.

Und jauchzend ließ ich an der festen Wehr
den Wellenschlag die grimmen Zähne reiben;
denn machtlos, zischend schoss zurück das Meer –
das Land ist unser, unser soll es bleiben!

Theodor Storm
Ostern: Osterbotschaft des auferstandenen Jesus

Osterbotschaft – auferstanden!
tönt’s in allen Christenlanden,
weckt der Geister Hochgesang.
Tritt auch du aus deinen Falten
zu den höheren Gestalten,
Seele, Gott sei dein Gesang.

Catharina Elisabeth Goethe

Ostern ist morgen; nun Grete mach schnell!
Bring’ uns die Eier nur hurtig zur Stell’,
dass wir bemalt sie im Garten verstecken,
farbige Früchte in Büschen und Hecken!
Will uns der Frühling zum Schmaus nichts besorgen,
müssen wir selber ihm Früchte schon besorgen.

Robert Reinick

Wie der Märzwind stößt und stürmelt
dort, die graue Wolkenherde
übern Himmel hergeblasen,
stupft, mit weichen nassen Nasen
an die Erde; so, als möchten
junge Pferde hier schon grasen.

Unterm Rasen wühlts und würmelt,
Weidenruten wehen gelber,
wie wenn sie sich Zöpfe flöchten.
Menschen gehen auf die Straßen,
reden seltsam mit sich selber,
rührn die Hände, wild bewegt,
wie wenn mit dem Wind sie föchten.

Und Dein Kind jagt aufgeregt
nach dem ersten Osterhasen.

Eugen Roth
Zwei gezeichnete Vögel, die auf einem Ast zwitschern

Am Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert’, hoch im Blau verborgen,
ein freudig Auferstehungslied.

Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Emanuel Geibel

Unser weiteres Oster-Angebot

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