Sicher unterwegs als Radfahrer – 15 Tipps für den Stadtverkehr

Radfahren kann die Gesundheit fördern und die Umwelt entlasten. Insbesondere im städtischen Verkehr dürfen Radler jedoch die Risiken nicht unterschätzen. Unachtsame Autofahrer, die beim Abbiegen keine Rücksicht auf andere nehmen, Lastkraftwagen, Schlaglöcher. Die Liste der potenziellen Gefahren ist lang. Wir haben praktische Tipps arrangiert, die zur Ihrer Sicherheit beitragen können.

Radfahren in Paris

1. Straßenverkehrsordnung beachten

Die Straßenverkehrsordnung und das damit verbundene Fahreignungsregister (FAER) gelten nicht nur für Fahrer eines Kraftfahrzeugs. Auch Radfahrer müssen sich daran halten und bei Verstößen mit einem Bußgeld rechnen. Je nach Schwere des Vergehens drohen zusätzlich Punkte in Flensburg oder gar der Entzug des Führerscheins. Besonders streng wird unter anderem durchgegriffen, wenn Radler eine rote Ampel überqueren. „Ist die Lichtanlage während des Vergehens schon länger als eine Sekunde rot, droht 100 Euro Bußgeld und 1 Punkt“, heißt es unter https://www.bussgeldkatalog.net/fahrrad/, einem Informationsportal rund um Bußgeldkatalog, StVO und Co. Das Portal hat verschiedene Verstöße aufgeführt und die Konsequenzen für Radfahrer erläutert. Gewarnt wird auch vor dem Überqueren eines geschlossenen Bahnübergangs, was nach aktuellem Bußgeldkatalog 350 Euro Strafe nach sich zieht. Der Radiosender SWR3 stellt unter https://www.swr3.de/aktuell/ ein Fahrrad-Quiz bereit, dass helfen kann das persönliches Wissen über Verkehrsregeln zu überprüfen.

2. Verkehrssicherheit gewährleisten

Mit dem Einhalten der Straßenverkehrsordnung ist es hinsichtlich der Sicherheit längst nicht getan. Radler müssen außerdem dafür sorgen, dass ihr Drahtesel der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) entspricht. Einige wesentliche Ausrüstungsteile, die an einem Rad nie fehlen dürfen:

  • 2 rutschfeste Pedalen inklusive Rückstrahlern
  • 2 unabhängig voneinander agierende Bremsen
  • 1 helltönende Klingel
  • Reflektoren an jedem Rad (2 Speichenreflektoren oder Reflektorstreifen)
  • 1 weißer Frontscheinwerfer
  • 1 weißer Reflektor vorne
  • 1 rotes Rücklicht
  • 1 roter Rückstrahler
Ob Leuchten und Reflektoren für den Straßenverkehr zugelassen sind, lässt sich am Prüfzeichen des Kraftfahrt-Bundesamtes erkennen. Es ist an einer Wellenlinie zu erkennen, die vor dem Buchstaben K platziert ist, welcher wiederum von einer Zahl (Zulassungsnummer) begleitet wird.

3. Reflektierende Kleidung bevorzugen

Ergänzend zum verkehrssicheren Rad können Radfahrer einiges tun, um ihre Sicherheit im Stadtverkehr zu erhöhen. Reflektierende Elemente an Hosen, Jacken und Mützen können insbesondere in den frühen Morgenstunden und bei Nacht nützlich sein. Andere Verkehrsteilnehmer nehmen Sie damit besser wahr.

4. Helm tragen

Fahrradhelm

Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland bislang zwar nicht, dennoch ist das Tragen empfehlenswert. Ein hochwertiger Helm kann Leben retten und im Ernstfall den Unterschied machen. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Helmmaterial auch den seitlichen Bereich des Kopfes abdeckt, da diese Zonen bei Stürzen besonders häufig betroffen sind. Der Helm muss stets geschlossen werden, ansonsten fällt er bei einem Aufprall unmittelbar vom Kopf und ist nutzlos. Zwischen Riemen und Kinn sollte ein Finger Platz haben.

5. Reifendruck prüfen

Der Reifendruck hat großen Einfluss auf das Fahrverhalten von Fahrrädern. Viele Fahrer unterschätzen das und prüfen die Bereifung nur selten. Hinzu kommt, dass durch den korrekten Luftdruck Reifen länger halten und das Radeln weniger Kraft in Anspruch nimmt. Stiftung Warentest klärt auf:

6. Rücksichtnahme

Verkehrsregeln sind wichtig, aber nicht allein für die Sicherheit jedes Verkehrsteilnehmers verantwortlich. Stichwort: Gegenseitige Rücksichtnahme. Wer stets auf sein Recht besteht, kann in mancher Situation Probleme bekommen. Schließlich macht jeder Fehler. Versuchen Sie beim Radfahren für andere mitzudenken und verlassen Sie sich nie darauf, dass alle die Verkehrsregeln kennen!

7. Handys gehören in die Tasche

Radfahrerin

Die Verwendung von Handys ohne Freisprecheinrichtung ist für Fahrradfahrer gleichermaßen untersagt wie für Autofahrer. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen. Sowohl das Telefonieren, als auch das Simsen während der Fahrt ist verboten. „Das Gerät während der Fahrt in der Hand zu halten und zu benutzen kostet Radfahrer *55 Euro Verwarnungsgeld*“, erklärt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club unter https://www.adfc.de/.

Gepäck sichern

Ablenkung kann im Stadtverkehr schnell gefährlich werden. Rutscht beispielsweise die Handtasche auf dem Gepäckträger verdächtig hin und her und der Radler muss ständig mit einer Hand nach hinten fassen, um die Befestigung zu prüfen, steigt die Gefahr zu stürzen. Ein fest fixierter Korb oder ein Rucksack sind womöglich die bessere Wahl.

Abstand einhalten

Ob zum vorausfahrenden Radfahrer oder seitlich zu parkenden Fahrzeugen: Das Einhalten von ausreichend Abstand ist immer ratsam. Kommt es zu einer unvorhergesehenen Situation bleibt Zeit zum Reagieren und Anhalten. Insbesondere auf stark frequentierten Straßen mit vielen Verkehrsteilnehmern spielt der Abstand eine große Rolle.

Freihändig fahren

Radfahrer, die keine Hand am Lenker haben und erwischt werden, müssen ein Bußgeld von fünf Euro zahlen. Doch nicht nur das Bußgeld sollte zu Vorsicht motivieren. Freihändig fahren erfordert eine besonders schnelle Reaktion, sobald es brenzlig wird. Sind die Hände nicht schnell genug am Lenker, können die Folgen fatal sein.

11. Zeit einplanen

Fahrräder in der Stadt

Hektik ist im Straßenverkehr kein guter Begleiter. Auch für Radfahrer nicht. Ist die Zeit knapp, neigen viele zu überhöhter Geschwindigkeit und einer allgemein riskanteren Fahrweise.

12. Hintereinanderfahren

Beim Fahren durch die Stadt fallen immer wieder Radfahrer auf, die nebeneinander fahren und dabei andere Verkehrsteilnehmer behindern. Damit bringen sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere in Gefahr. Zudem droht ein Bußgeld zwischen 20 und 30 Euro. Fahren Sie in der Stadt hintereinander, um das Unfallrisiko zu minimieren!

13. Fahrrad pflegen

Regen, Kälte, UV-Strahlung, Streusalz: Es gibt viele Einflüsse, die auf das Fahrrad wirken und auf Dauer Schäden hinterlassen können. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sollten Sie die wesentlichen Elemente wie Bremse, Licht, Bereifung und ähnliches regelmäßig prüfen und entsprechend pflegen.

14. Niemals ohne Licht fahren

Das Fahren ohne Licht kann lebensgefährlich sein. Tagsüber ist die Beleuchtung zwar kein Muss, nachts und bei Dämmerung sieht es anders aus. Damit andere Sie möglichst frühzeitig erkennen, sollten Sie nie ohne vollfunktionsfähige Leuchte fahren. Auch defekte Reflektoren sind umgehend zu ersetzen, um Ihre Sichtbarkeit zu garantieren.

15. Keine Musik hören

Radfahrer, die mit Kopfhörer unterwegs sind, hören den Straßenverkehr nur teilweise oder gar nicht. Da das Gehör hinsichtlich der persönlichen Reaktionsfähigkeit maßgeblich zur Verkehrssicherheit beiträgt, ist Vorsicht geboten. Was erlaubt ist und was nicht, erklärt Galileo in folgender Sendung, in der außerdem vier weitere Tipps thematisiert werden:

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von Betina Graf

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