Vitamine: lebenswichtig, aber auch gefährlich

Beeren und Vitamine

Wenn man Passanten auf der Straße danach fragt, wie eine gute, ausgewogene und gesunde Ernährung aussieht, wird man vermutlich ein Wort immer wieder hören: Vitamine. Doch wissen Sie auch, was genau Vitamine sind, welche Aufgaben sie in unserem Körper haben und wie Sie sicherstellen können, dass Sie selbst ausreichend versorgt sind?

Dass Vitamine essentiell für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sind, ist uns allen bekannt. Und auch, dass in verschiedenen Nahrungsmitteln unterschiedliche Vitamine in unterschiedlichen Mengen stecken, wissen die meisten. Die Frage danach, welche Nahrungsmittel Vitamin-Lieferanten sind, können viele allerdings schon nur noch mit Halbwissen beantworten. Gerne genannt werden frisches Obst und Gemüse, welche sicherlich für unsere Vitaminversorgung eine zentrale Bedeutung einnehmen, aber oft nur kleine Mengen Vitamine enthalten, die überdies oft schnell zerfallen, wenn das Lebensmittel gelagert oder zubereitet wird. Fast nie genannt werden Fertigprodukte, obwohl diesen oft große Mengen Vitamin C zu Konservierungszwecken zugesetzt werden.

Doch fangen wir vorne an: Was sind Vitamine überhaupt?

Der Begriff „Vitamin“ umfasst Stoffe verschiedenster chemischer Klassen, die eines gemeinsam haben: Unser Körper benötigt sie, um zu funktionieren, kann sie aber nicht selbst herstellen. Stattdessen sind wir darauf angewiesen, diese Stoffe in ausreichender Menge über unsere Nahrung zu uns zu nehmen. Ausnahmen bilden die Stoffe Cholecalciferol (auch bekannt als Vitamin D oder Vitamin D3) und Niacin, die unser Körper unter den richtigen Voraussetzungen tatsächlich selbst bilden kann. Da es von Spezies zu Spezies Unterschiede darin gibt, welche lebenswichtigen Stoffe der Körper bilden kann und welche er aufnehmen muss, hat auch jede Spezies ihre „eigenen“ Vitamine, auf die bei der Ernährung geachtet werden sollte.

Vitamine: Wie viel ist gesund?

Viele Menschen scheinen in Bezug auf Vitamine zu denken: Viel hilft viel! Nahrungsergänzungsmittel und Werbeslogans, die Vitamine im Produkt anpreisen, haben deswegen Hochkonjunktur. Tatsächlich gilt aber auch bei Vitaminen: Die Dosis macht das Gift! In diesem Zusammenhang ist besonders zu beachten, dass manche Hersteller aus dem Ausland Nahrungsergänzungsmittel mit überhöhten Dosierungen anbieten.

Während manche Vitamine, wie Vitamin C, vom Körper problemlos ausgeschieden werden können, sollten wir zu viel davon aufgenommen haben, verbleiben andere Vitamine im Körper und können bei dauerhaftem Überkonsum negative Effekte wie eine erhöhte Krebsanfälligkeit oder Nervenschäden haben. Die gute Nachricht ist, dass eine gesundheitsgefährdende Überaufnahme von Vitaminen aufgrund der sehr geringen Mengen in unserer Nahrung quasi unmöglich ist – vorausgesetzt, es werden keine Nahrungsergänzungsmittel zugeführt, die Vitamine oft in rauen Mengen enthalten.

Dabei muss jedoch zwischen Vitaminen aus natürlichen und solchen aus synthetischen Ressourcen unterschieden werden. Die allermeisten Nahrungsergänzungsmittel enthalten synthetisch hergestellte Vitamine, erkennbar an der direkten Aufführung z. B. als „Vitamin B“ in der Liste der Inhaltsstoffe. Manche Hersteller verarbeiten jedoch Bestandteile „echter“ Nahrung (auf der Zutatenliste dann z. B. aufgeführt als „Fruchtpulver“ o. ä.). Soweit dies bislang durch Studien belegbar ist, scheint es bei Nahrungsergänzungsmitteln aus natürlichen Ressourcen das Risiko einer schädlichen Überdosierung nicht zu geben – außerdem enthalten sie direkt Nährstoffe und Mineralien, die unser Körper benötigt, um die Vitamine optimal aufzunehmen. Allerdings sind die Vitamine in natürlichen Lebensmitteln nur zum Bruchteil für unseren Körper verfügbar. Synthetisch hergestellte Vitamine werden hingegen vollständig absorbiert.

Sollte man auf Nahrungsergänzungsmittel lieber verzichten?

Heißt das, Nahrungsergänzungsmittel sind schlecht für uns? Nein. Für Menschen, die besondere Ernährungsbedürfnisse haben, deren körpereigene Vitamin-Absorption nicht richtig funktioniert oder deren Ernährung ihren Vitaminbedarf nicht abdeckt, können Nahrungsergänzungsmittel äußerst wichtig sein.

Entscheidend ist, sie nicht leichtfertig einzunehmen. Bevor sie zu entsprechenden Präparaten greifen, sollten Sie sich über Präparat und Vitamin(e) informieren und optimalerweise Rücksprache mit einem Arzt/einer Ärztin oder einem Ernährungsberater/einer Ernährungsberaterin halten. Halten Sie sich an die empfohlene Dosierung und überprüfen Sie regelmäßig, ob diese angepasst werden muss – dann können Sie und Ihr Körper maximal von der Nahrungsergänzung profitieren.

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