Was tut uns wirklich gut – der Mut zur Unvollkommenheit

Steintürme als Symbol für Ruhe und Entspannung

Materiell gesehen, ging es vielen Menschen wohl noch nie so gut wie heute. Trotzdem sind einige mit sich unzufrieden, weil sie sich, zum Beispiel durch die Werbung, dem Zwang ausgesetzt sehen, perfekt sein zu müssen. Es kann bei manchen die Denkweise vorherrschen: “Wir müssen alle funktionieren wie Hochleistungsmaschinen und dürfen uns keine Unvollkommenheiten oder Schwächen leisten.”

Wie äußert sich dieser Zwang zur Perfektion?

Da werden in den meisten Medien beispielsweise so genannte Superfoods, Multivitaminpräparate oder Kosmetika angepriesen, mit deren Hilfe wir schlank, schön, und beinahe “ewig” jung bleiben sollen. In Wirklichkeit steckt hinter diesen manchmal sogar dubiosen Mitteln oft nur das Profitstreben der Hersteller. Ein positiver Einfluss auf die Gesundheit ist oftmals nicht repräsentativ nachgewiesen oder zumindest umstritten. Natürlich gibt es bewährte Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmittel, deren Wirkung wissenschaftlich bestätigt wurde; daran kann man aber nicht viel verdienen, weil man sie entweder günstig kaufen kann, wie beispielsweise hier, oder selbst anbauen oder sammeln kann.

Mut zur Unvollkommenheit

Kein Ding auf dieser Welt funktioniert perfekt, noch nicht einmal Maschinen. Warum verlangt die Gesellschaft dann, dass wir Menschen immer und überall 100 Prozent perfekt sein sollen? Da werden in der Werbung alle möglichen Mittel vorgestellt, die beispielsweise bewirken sollen, dass eine Erkältung im Nu wieder verschwunden ist. Eigentlich ist es aber normal, ab und zu mal erkältet zu sein, Magenschmerzen oder Kopfweh zu haben. Da muss man nicht mit aller Gewalt wieder auf die Beine kommen, sondern darf sich auch einfach mal ausruhen, einen Tee trinken, abwarten und langsam genesen. Viele setzen sich jedoch selbst so sehr unter Druck, dass sie sich diese Auszeit nicht gönnen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Der Alltag von mehr und mehr Menschen wird durch Stress und Hektik geprägt. Von morgens bis abends muss immer alles so schnell und effizient wie möglich erledigt werden. Das trifft nicht nur auf die Arbeit, sondern auch auf die Freizeit, ja sogar den Urlaub zu. Da gehen wir zum Workout ins Fitnessstudio (natürlich mit Trainingsplan) oder ziehen ein straffes Besichtigungsprogramm durch. Kein Wunder, dass trotz Superfoods und “Wundermittel” immer mehr Menschen mit psychischen Problemen wie Depressionen, Burn-out oder Verhaltensstörungen zu kämpfen haben.

Das wahre Leben ist vielfältig

Nicht umsonst heißt es: “Das Leben ist bunt.” Unsere Körper sind von Natur aus auf Vielfalt programmiert. Das bedeutet, wir brauchen Zeiten der Ruhe und der körperlichen Anstrengung, wir wollen gefordert werden, möchten uns aber auch ausruhen. Wir brauchen die Gesellschaft anderer Menschen, den Schutz und die Sicherheit der Familie, manchmal wollen wir aber auch allein sein. Scheinbar negative Dinge wie Krankheit, Schmerz, Trauer oder Zorn gehören ebenso zum Leben wie die positiven Dinge, die uns Spaß machen. Wer keine Trauer kennt, kann sich auch nicht richtig freuen, wer nie krank war, weiß seine Gesundheit nicht zu schätzen.

Mit der Ernährung ist es dasselbe. Die gesündeste Ernährung ist eine ausgewogene Ernährung aus pflanzlichen und tierischen Produkten, bei der kein Bestandteil im Übermaß genossen werden sollte. Wird dann alles noch frisch aus regionalen Zutaten zubereitet, tun wir nicht nur unserem Körper, sondern auch der Umwelt viel Gutes. Auf exotische Superfoods und industriell hergestellte Vitaminpillen können wir dagegen zumeist getrost verzichten. Mutter Natur hält viele Gaben für uns bereit, wir müssen nur verstehen, sie zu benutzen. Der Preis darf nicht als Maßstab dafür gelten, ob etwas wertvoll und gut ist oder nicht. Die wertvollsten Dinge im Leben, Familie, Glück, Zufriedenheit und Gesundheit, sind sowieso nicht mit Geld zu erwerben. Sie sind eine Frage der inneren Einstellung.

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