Besinnliche, schöne Weihnachtsgedichte aus der klassischen Literatur

Bekannte Zitate zu Weihnachten sowie stimmungsvolle Weihnachtsgedichte

Bald ist es wieder soweit und es ist Weihnachten! Um Ihnen den besonderen Zauber von Weihnachten näher zu bringen, finden Sie hier auf dieser Seite unsere liebevoll zusammengestellte Sammlung wunderschöner Weihnachtsgedichte. Es sind vor allem besinnliche Weihnachtsgedichte mit schönen Bildern.

Wenn Sie lieber aktuelle Texte für Weihnachtskarten benötigen, lesen Sie auf unserer Weihnachtsgrüße-Seite zeitgenössische Zitate und Gedichte für Weihnachten sowie liebevolle Textideen für eigene Weihnachtskarten-Texte. Gefallen sie Ihnen? Dann lassen Sie sich von diesen Weihnachtsgrüßen einfach inspirieren!

Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest und eine erholsame Weihnachtszeit!

Vorab: drei Weihnachtskarten als Klappkarten für die Weihnachtsgedichte

Kurz vorab, bevor wir zu den Weihnachtsgedichten selber kommen: Falls Sie keine Weihnachtskarte zur Hand haben oder Ihnen die folgenden drei neu eingetroffenen Weihnachtsgrußkarten vielleicht besonders gut gefallen, hier passend für Ihre Weihnachtsgedichte drei Postkarten, die Ihnen Frau Stefanie Piel aus dem Reading-Schatz von Edgar Cayce herausgesucht hat:

Edgar Cayce vertritt in seinen Readings die für manchen vielleicht ungewöhnliche Anschauung, dass wir im Menschen göttliche Anteile entdecken können.

Den göttlichen Anteil in uns selber und in unserem Nächsten entdecken

Edgar Cayce vertritt in seinen Readings die für manchen vielleicht ungewöhnliche Anschauung, dass wir im Menschen göttliche Anteile entdecken können.

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Diese Weihnachtskarte können Sie als Klappkarte ausdrucken und gut mit einem spirituellen Weihnachtsgedicht ergänzen.

Möge die Liebe des Vaters dein Leben erfüllen

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Diese Weihnachtskarte passt zu vielen untenstehenden spirituellen Weihnachtsgedichten. Einfach ausdrucken und ausschneiden!

Weihnachtsgruß mit Postkarte: Möge die Weihnachtsfreude dein Herz erfüllen

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Tipp: Hier finden Sie alle Weihnachtskarten mit Sprüchen aus den Readings von Edgar Cayce.

Besinnliche klassische Weihnachtsgedichte aus der Literatur

Tipp: Klicken Sie auf das Geschenke-Symbol, dann erhalten Sie automatisch einen Geschenkanhänger zum Ausdrucken für Ihre Weihnachtsgeschenke!

In Weihnachtszeiten

In Weihnachtszeiten reis’ ich gern
und bin dem Kinderjubel fern
und geh’ in Wald und Schnee allein.
Und manchmal, doch nicht jedes Jahr,
trifft meine gute Stunde ein,
dass ich von allem, was da war,
auf einen Augenblick gesunde
und irgendwo im Wald für eine Stunde
der Kindheit Duft erfühle tief im Sinn
und wieder Knabe bin…

Hermann Hesse

Viel Vergnügen beim Schmökern!

Wir, das Redaktionsteam von Viabilia, wünschen Ihnen, dass Sie auf diesen Seiten Inspirationen und gute Gedanken finden.

Die meisten Zitate können Sie übrigens als Geschenkanhänger ausdrucken, indem Sie auf das kleine Geschenke-Icon unten an der Zitatebox klicken.

Eine gute Zeit und viel Vergnügen wünscht Ihnen

Ihre Betina Graf


Dieses Weihnachtsgedicht zählt wohl zu den bekanntesten Gedichten für die Weihnachtszeit. Es lädt uns ein, uns in besonderer vorweihnachtlicher Stimmung vorzubereiten auf das Weihnachtsfest und die anschließenden freien Weihnachtstage. Zu jedem Weihnachtsfest liest es sich immer wieder gerne.

Weihnachtliche Bildercollage: Weihnachten draußen

Weihnachten

Markt und Straßen steh’n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus.
Sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh’n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld.
Hehres Glänzen, heil’ges Schauen,
wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen.
Aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen:
Oh Du gnadenreiche Zeit!

Freiherr von Eichendorff

Dieses Weihnachtsgedicht zählt wohl zu den bekanntesten Gedichten für die Weihnachtszeit. Es lädt uns ein, uns in besonderer vorweihnachtlicher Stimmung vorzubereiten auf das Weihnachtsfest und die anschließenden freien Weihnachtstage. Zu jedem Weihnachtsfest liest es sich immer wieder gerne.

Dieses selige Weihnachtsgedicht lässt uns innehalten und in dieser kurzen Zeit der Stille inneren Frieden erfühlen.

Weihnachtskerze mit Deko

Weihnacht

Ein Augenblick im Meer der Zeiten,
in dem die stillen Stimmen tönen,
die sonst der Tag verdeckt mit seinem lauten Schrei’n.
Der Augenblick, in dem die Kerzen brennen,
die heiligen Kerzen, die der Liebe leuchten,
da jedes Herz es ahnt, was Friede sei. –

In dieser Stille zwischen heut und morgen,
in dieser Handvoll weniger Minuten,
besinnt der Mensch sich auf sein tiefstes Glück,
lauscht auf die leise Melodie der Liebe – und geht dann neu zu seinem Tag zurück.

Elisabeth Dauthendey

Dieses selige Weihnachtsgedicht lässt uns innehalten und in dieser kurzen Zeit der Stille inneren Frieden erfühlen.

Persönlicher Weihnachtsgeschenk-Tipp

Dieses hochwertige Buch von Heamin Sunim eignet sich besonders als spirituell inspirierender Schmöker. Viele kurze Texte laden zum Nachdenken und Nachsinnieren ein. Ein Buch für behagliche Stunden oder auch kurz einmal für zwischendurch. Das Buch kann schon alleine beim Lesen Gelassenheit und Ruhe vermitteln. Wunderschöne ruhige Zeichnungen runden die Texte ab. Bestimmt ein schönes und wertvolles Geschenk!

− Anzeige und persönliche Lese-Empfehlung −

Dieses wunderschöne, spirituelle Weihnachtsgedicht darf uns an unsere eigenen Kindertage erinnern. Der geschmückte Christbaum erzählt von unserer eigenen Erwartung und Freude, die wir damals zu Weihnachten empfinden durften.

Zwei Weihnachtsglocken am Christbaum

Christbaum

Hörst auch du die leisen Stimmen
aus den bunten Kerzlein dringen?
Die vergessenen Gebete
aus den Tannenzweiglein singen?

Hörst auch du das schüchternfrohe,
helle Kinderlachen klingen?
Schaust auch du den stillen Engel
mit den reinen, weißen Schwingen?

Schaust auch du dich selber wieder
fern und fremd nur wie im Traume?
Grüßt auch dich mit Märchenaugen
deine Kindheit aus dem Baume?

Ada Christen

Dieses wunderschöne, spirituelle Weihnachtsgedicht darf uns an unsere eigenen Kindertage erinnern. Der geschmückte Christbaum erzählt von unserer eigenen Erwartung und Freude, die wir damals zu Weihnachten empfinden durften.

Dieses Weihnachtsgedicht kündet vom Zauber der Weihnacht und lässt uns besinnlich einstimmen auf die – hoffentlich gelassene und heitere – Weihnachtszeit.

Weihnachtslied

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern hernieder lacht;
es brennt der Baum, ein süß’ Gedüfte
durchschwimmet träumerisch die Lüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muss ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

Theodor Storm

Dieses Weihnachtsgedicht kündet vom Zauber der Weihnacht und lässt uns besinnlich einstimmen auf die – hoffentlich gelassene und heitere – Weihnachtszeit.

Für eine festliche Weihnachtsstimmung …

Für Sie entdeckt: ein wunderschönes Lied für Weihnachten … wenn Sie neben diesen Weihnachtsgedichten in weihnachtliche Stimmung kommen möchten, dieses Lied mit den wunderschönen Stimmen und der dramatischen musikalischen Unterlegung könnte dazu beitragen – gönnen Sie sich diese kleine Auszeit :)

Weihnachtszeit

O schöne, herrliche Weihnachtszeit!
Was bringst du Lust und Fröhlichkeit!
Wenn der heilige Christ in jedem Haus
teilt seine lieben Gaben aus.

Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.

Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst uns freuen und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein!

Hoffmann von Fallersleben
Morgen kommt der Weihnachtsmann

Morgen kommt der Weihnachtsmann,
kommt mit seinen Gaben.
Bunte Lichter, Silberzier,
Kind und Krippe, Schaf und Stier,
Zottelbär und Panthertier
möchte ich gerne haben.

Doch du weißt ja uns’ren Wunsch,
kennst ja unsre Herzen.
Kinder, Vater und Mama,
auch sogar der Großpapa,
alle, alle sind wir da,
warten dein mit Schmerzen.

Hoffmann von Fallersleben

Die bunten Kerzen flimmern
am grünen Weihnachtsbaum,
das ist ein Glitzern, Schimmern,
wie holder Märchentraum!

Lass deine Blicke schweifen
zum Tisch, von Gaben schwer,
Du darfst nach allem greifen,
was immer dein Begehr!

Albrecht Graf von Wickenburg

Ich lag und schlief, da träumte mir
ein wunderschöner Traum;
es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher,
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran:
Das war mal eine Pracht!
Da gab´s, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht´ ich auf aus meinem Traum.
Und dunkel war´s um mich:
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find´ ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
“Du darfst nur artig sein,
dann steh´ ich wiederum vor dir —
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der Heil´ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.”

Hoffmann von Fallersleben

Das Weihnachtsbäumlein

Es war einmal ein Tännelein,
mit braunen Kuchenherzlein
und Glitzergold und Äpflein fein
und vielen bunten Kerzlein:
Das war am Weihnachtsfest so grün,
als fing es eben an zu blühn.

Doch nach nicht gar zu langer Zeit,
da stand’s im Garten unten,
und seine ganze Herrlichkeit
war, ach, dahingeschwunden.
Die grünen Nadeln war’n verdorrt,
die Herzlein und die Kerzlein fort.

Bis eines Tags der Gärtner kam,
den fror zu Haus im Dunkeln,
und es in seinen Ofen nahm –
hei! tat’s da sprühn und funkeln!
Und flammte heim- und himmelwärts
in hundert Flämmlein an Gottes Herz.

Christian Morgenstern

Der Stern

Hätt’ einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.

Wilhelm Busch
Stilvolle Verpackung für Geschenke

Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gaben wiegen,
sei Dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in Dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass Dein Geschenk
Du selber bist.

Joachim Ringelnatz
Weihnachtsgeschichte in der Bibel

Weihnachtslied

Mir klingt ein Lied in Ohren
aus uralt heil’ger Nacht:
Ein Kindlein ward geboren,
das hat uns Heil gebracht!

Trüb durch den Nebel flimmern
die Sterne allzumal –
doch hell und heller schimmern
die Lichter drin im Saal.

Da quillt und wogt entgegen –
wenn silbern die Glocke ruft –
wie aus des Wald’s Gehegen
lebendig warmer Duft.

Da grünt zu holdem Troste
des Lebens Unterpfand –
ob auch im Todesfroste
erstarrt das ganze Land.

Da wandelt ein Beglücken
von Hand zu Hand, da sprüht
ein strahlendes Entzücken
im Auge und Gemüt!

Ja! dem Beglückungstriebe,
o schöne Weihnachtszeit,
hat dich die ew’ge Liebe
zu allererst geweiht!

Mir klingt ein Lied in Ohren
uralter Zaubermacht:
Es ward das Licht geboren!
Es schwand die längste Nacht!

Ernst Rauscher von Stainberg

Gerade vielleicht für ältere Eltern ist dieses traditionelle Weihnachtsgedicht eine schöne Möglichkeit, danke auf klassische Weise zu sagen, verbunden mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest. Vielleicht als passender Geschenkanhänger zu einem lieben Weihnachtsgeschenk?

Schöne Adventskranz-Schale mit Teelichtern

Nun leuchten wieder die Weihnachtskerzen
und wecken Freude in allen Herzen.
Ihr lieben Eltern, in diesen Tagen,
was sollen wir singen, was sollen wir sagen?

Wir wollen euch wünschen zum heiligen Feste
vom Schönen das Schönste, vom Guten das Beste!
Wir wollen euch danken für alle Gaben
und wollen euch immer noch lieber haben.

Gustav Falke

Gerade vielleicht für ältere Eltern ist dieses traditionelle Weihnachtsgedicht eine schöne Möglichkeit, danke auf klassische Weise zu sagen, verbunden mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest. Vielleicht als passender Geschenkanhänger zu einem lieben Weihnachtsgeschenk?

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Mit herzlichen Grüßen
von Betina Graf

Weihnachtsmann im Weihnachtsschlitten

Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Unbekannt
Drei grüne Weihnachtskugeln als Symbol für Weihnachten

Weihnachten wird es für die Welt!
Mir aber – ist mein Lenz bestellt,
mir ging in solcher Jahresnacht
einst leuchtend auf der Liebe Pracht!

Und an der Kindheit Weihnachtsbaum
stand Englein gleich der erste Traum!
Und aus dem eiskrystall’nen Schoß
rang sich die erste Blüte los –
seitdem schau’ ich nun jedes Jahr
nicht was noch ist – nur was einst war!

Adele Schopenhauer

Der Weihnachtsstern

Von Osten strahlt ein Stern herein
mit wunderbarem hellem Schein,
es naht, es naht ein himmlisches Licht,
das sich in tausend Strahlen bricht!

Ihr Sternlein auf dem dunklen Blau,
die all ihr schmückt des Himmels Bau
zieht euch zurück vor diesem Schein.
Ihr werdet alle winzig klein!

Verbergt euch, Sonnenlicht und Mond,
die ihr so stolz am Himmel thront!
Er naht, er naht sich von fern –
von Osten her – der Weihnachtsstern.

Graf von Pocci

Weihnachtslied aus Haiti

Es ist Weihnachten,
wenn alle bereit sind für das Fest.
Weihnachten heißt: mit Hoffnung leben.
Wenn sich Menschen die Hände
zur Versöhnung reichen,
wenn der Fremde aufgenommen,
wenn einer dem anderen hilft,
das Böse zu meiden und das Gute zu tun,
dann ist Weihnachten.

Weihnachten heißt: die Tränen trocknen,
das, was Du hast, mit anderen zu teilen;
jedes Mal, wenn die Not eines Unglücklichen
gemildert ist, wird Weihnachten.

Jeder Tag ist Weihnachten
auf der Erde, jedes Mal, wenn einer
dem anderen Liebe schenkt;
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
ist Weihnachten;
dann steigt Gott wieder vom Himmel herab
und bringt das Licht.

Volksweisheit / Volksgut

Wie schwer es ist, ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, das wusste wohl schon Joachim Ringelnatz: Wie altertümlich sein Weihnachtsgedicht uns heute auch erscheinen mag, aus dem Gedicht spricht doch ein gewisser Witz. Und uns geht es heutzutage kaum anders, was die Auswahl von Weihnachtsgeschenken für unsere Lieben betrifft …

Zu einem Geschenk

Ich wollte dir was dedizieren,
nein schenken; was nicht zuviel kostet.
Aber was aus Blech ist, rostet,
und die Messinggegenstände oxydieren.
Und was kosten soll es eben doch.
Denn aus Mühe mach’ ich extra noch
was hinzu, auch kleine Witze.
Wär’ bei dem, was ich besitze,
etwas Altertümliches dabei –
doch was nützt dir eine Lanzenspitze!
An dem Bierkrug sind die beiden
Löwenköpfe schon entzwei.
Und den Buddha mag ich selber leiden.
Und du sammelst keine Schmetterlinge,
die mein Freund aus China mitgebracht.
Nein – das Sofa und so große Dinge
kommen überhaupt nicht in Betracht.
Außerdem gehören sie nicht mir.
Ach, ich hab’ die ganze letzte Nacht
rumgegrübelt, was ich dir
geben könnte. Schlief deshalb nur eine,
allerhöchstens zwei von sieben Stunden,
und zum Schluß hab’ ich doch nur dies kleine,
lumpige beschißne Ding gefunden.
Aber gern hab’ ich für dich gewacht.
Was ich nicht vermochte, tu du’s: Drücke du
nun ein Auge zu.
Und bedenke,
dass ich dir fünf Stunden Wache schenke.
Lass mich auch in Zukunft nicht in Ruh.

Joachim Ringelnatz

Wie schwer es ist, ein passendes Weihnachtsgeschenk zu finden, das wusste wohl schon Joachim Ringelnatz: Wie altertümlich sein Weihnachtsgedicht uns heute auch erscheinen mag, aus dem Gedicht spricht doch ein gewisser Witz. Und uns geht es heutzutage kaum anders, was die Auswahl von Weihnachtsgeschenken für unsere Lieben betrifft …

Auf dem Weg zu Weihnachten

Weihnachtssegen

Gott wende sich mit seinem Licht
Dir zu, erhell’ Dein Angesicht:
beleuchte, was Dir Angst einjagt,
und Dich in Deinen Träumen plagt.
Vor ihm bestehen Schatten nicht.

Er lenke seiner Wärme Strahl
auf heimliche und off’ne Qual,
heil’ was Dich kränkt, Dir Schmerzen bringt,
damit Dein Lob ihn rühmt, ihm singt.
Errichte täglich ihm ein Mahl.

Gott bringt Dir mehr als die Million,
er schenkt Dir seinen einz’gen Sohn,
gibt sich in Menschenhände.
Das ist die größte Wende.
Die neue Zeit beginnt jetzt schon.

Du weißt noch nicht, was werden soll.
Die Zukunft scheint geheimnisvoll,
der Pfad vor Dir verschlungen.
Doch ist die Nacht durchdrungen
vom Leuchten Gottes wohl.

Geh’ auf den neuen Weg mit ihm.
So bringt Dein Leben nur Gewinn.
Auch Du sollst glücklich werden.
Sein Geist regiert auf Erden.
Sieh’ nur auf Gottes Spuren hin.

Unbekannt
Engelchen an einem Christbaum

Christbaum

Wie schön geschmückt der festliche Raum!
Die Lichter funkeln am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Die Mutter sitzt in der Kinder Kreis;
nun schweiget alles auf ihr Geheiß:
sie singet des Christkinds Lob und Preis.

Und rings, vom Weihnachtsbaum erhellt,
ist schön in Bildern aufgestellt
des heiligen Buches Palmenwelt.

Die Kinder schauen der Bilder Pracht,
und haben wohl des Singens acht,
das tönt so süß in der Weihenacht!

O glücklicher Kreis im festlichen Raum!
O goldne Lichter am Weihnachtsbaum!
O fröhliche Zeit! O seliger Traum!

Peter Cornelius
Weihnachtsglocke zu Weihnachten

Weihnachtsglocken

Es fällt der Schnee, der Wind weht kalt,
die Erde liegt in Träumen, das Christkind wandelt
durch den Wald und sucht nach Weihnachtsbäumen.

Sankt Nikolaus schaut zum Fenster ‘rein,
was wird er uns wohl bringen?
Nun lasst uns brav und folgsam sein,
und schöne Lieder singen.

Schon gestern war der Himmel rot –
wie Flammen nah und ferne,
das Christkind bäckt schon Zuckerbrot
und süße Mandelsterne.

Hört ihr den fernen, leisen Ton,
wie Jubel und Frohlocken?
Ich glaub’, die Englein läuten schon
die goldnen Weihnachtsglocken!

Unbekannt

Weihnachtsgedicht für Kinder

Mit diesem Weihnachtsgedicht können sich Kinder bewusst machen, dass Freude und Spiel das eigentliche Geschenk sind. Die Vorfreude auf Weihnachten ist in diesem Gedicht auf jeden Fall zu spüren.

Dekoration für Weihnachten

Für euch, o Kinder, blüht das Fest der Feste,
was bringt’s wohl diesmal? Welch ein Meer von Licht?
Könnt ihr’s erwarten? Wisst, das Allerbeste,
das habt ihr schon. Das ist’s: ihr wisst’s noch nicht.

Was wir zum Spiel, was wir zum Ernst euch geben,
als reine Freude gebt ihr’s uns zurück.
Das ist das Beste, dass es eurem Leben
noch Wahrheit ist und ungetrübtes Glück.

Noch goldne Früchte trägt an seinen Zweigen
für euch der Tannbaum, der im Wintergraun
und einsam steht im Wald mit ernstem Schweigen,
auf den die goldnen Sterne niederschaun.

Ein ganzes Jahr mit vielen, vielen Tagen
erglänzt an dieses Tages Widerschein.
Mög’ jeder Ernst euch goldne Früchte tragen
und jedes Spiel euch lehren, froh zu sein.

Hermann Lingg

Weihnachtsgedicht für Kinder

Mit diesem Weihnachtsgedicht können sich Kinder bewusst machen, dass Freude und Spiel das eigentliche Geschenk sind. Die Vorfreude auf Weihnachten ist in diesem Gedicht auf jeden Fall zu spüren.

Weihnachtliches Arrangement: Vogel mit Nikolaus

Weihnachten

Jedes Mal,
wenn zwei Menschen einander verzeihen,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn Ihr Verständnis zeigt für Euere Kinder,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn Ihr einem Menschen helft,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn ein Kind geboren wird,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn Du versuchst, Deinem Leben
einen neuen Sinn zu geben,
ist Weihnachten.

Jedes Mal,
wenn Ihr einander anseht
mit den Augen des Herzens,
mit einem Lächeln auf den Lippen,
ist Weihnachten.

Volksweisheit / Volksgut

Dieses Gedicht ist ein sehr ermutigendes Weihnachtsgedicht, das insbesondere gläubigen Menschen Mut machen kann, dass Mühsale und Brüche im Leben wieder gut werden können.

Weihnachten mit Sternschnuppe und Tannenbaum

Von allen Sternen nieder
strömt ein wunderbarer Segen,
dass die müden Kräfte wieder
sich in neuer Frische regen

und aus seinen Finsternissen
tritt der Herr, so weit er kann,
und die Fäden, die zerrissen,
knüpft er alle wieder an.

Christian Friedrich Hebbel

Dieses Gedicht ist ein sehr ermutigendes Weihnachtsgedicht, das insbesondere gläubigen Menschen Mut machen kann, dass Mühsale und Brüche im Leben wieder gut werden können.

Goldene Weihnachtskugel

Strahlend wie ein schöner Traum,
steht vor uns der Weihnachtsbaum.
Seht nur, wie sich goldenes Licht
auf den zarten Kugeln bricht!

“Frohe Weihnacht” klingt es leise,
und ein Stern geht auf die Reise.
Leuchtet hell vom Himmelszelt –
hinunter auf die ganze Welt.

Unbekannt

Weshalb nicht einmal ein unbekannteres, klassisches Weihnachtsgedicht als Geschenkanhänger ausdrucken? Vielleicht zusammen mit einem kleinen Blumenstrauß als Mitbringsel zu Weihnachten …

Christrose die in der Weihnachtszeit blüht

Christrose

Es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
draußen in Eis und Schnee.
Und wenns in der Winternacht friert und schneit,
das tut der Rose nicht weh.

Es grünt die Hoffnung zur Weihnachtszeit,
drinnen im Herzen still:
dass immer und ewig so schön wie heut’
Frieden werden will.

Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
Blume der Heiligen Nacht!
Christrose, Christrose, Christrose, Christrose,
hast mir die Hoffnung gebracht.

Die Liebe vertreibt meine Einsamkeit,
mir tut das Herz nicht mehr weh,
es blüht eine Rose zur Weihnachtszeit
draußen in Eis und Schnee.

Unbekannt

Weshalb nicht einmal ein unbekannteres, klassisches Weihnachtsgedicht als Geschenkanhänger ausdrucken? Vielleicht zusammen mit einem kleinen Blumenstrauß als Mitbringsel zu Weihnachten …

Der Weihnachtsmann ist übrigens nicht der Nikolaus. Der Weihnachtsmann gehört zu Weihnachten, der die Geschenke bringt (oder in manchen Gegenden bringt das Christkind die Geschenke).

Lieber, guter Weihnachtsmann,
zieh die langen Stiefel an,
kämme deinen weißen Bart,
mach‘ dich auf die Weihnachtsfahrt.

Komm‘ doch auch in unser Haus,
packe die Geschenke aus.
Ach, erst das Sprüchlein wolltest du?
Ja, ich kann es, hör mal zu:

Lieber, guter Weihnachtsmann,
guck mich nicht so böse an.
Stecke deine Rute ein,
will auch immer artig sein!

Volksweisheit / Volksgut

Der Weihnachtsmann ist übrigens nicht der Nikolaus. Der Weihnachtsmann gehört zu Weihnachten, der die Geschenke bringt (oder in manchen Gegenden bringt das Christkind die Geschenke).

In diesem Weihnachtsgedicht geht es um die Christbäume … ob sich Weihnachtsbäume wirklich freuen würden?

Weihnachten mit Weihnachtsbaum

Nun kommen die vielen Weihnachtsbäume
aus dem Wald in die Stadt herein.
Träumen sie ihre Waldesträume
wieder beim Laternenschein?

Könnten sie sprechen! Die holden Geschichten
von der Waldfrau, die Märchen webt,
was wir uns erst alles erdichten,
sie haben das alles wirklich erlebt.

Da steh’n sie nun an den Straßen und schauen
wunderlich und fremd darein,
als ob sie der Zukunft nicht trauen,
es muss doch was im Werke sein!

Freilich, wenn sie dann in den Stuben
im Schmuck der hellen Kerzen stehn,
und den kleinen Mädchen und Buben
in die glänzenden Augen sehn.

Dann ist ihnen auf einmal, als hätte
ihnen das alles schon mal geträumt,
als sie noch im Wurzelbette
den stillen Waldweg eingesäumt.

Dann stehen sie da, so still und selig,
als wäre ihr heimlichstes Wünschen erfüllt,
als hätte sich ihnen doch allmählich
ihres Lebens Sinn enthüllt;

Als wären sie für Konfekt und Lichter
vorherbestimmt, und es müsste so sein,
und ihre spitzen Nadelgesichter
sehen ganz verklärt darein.

Gustav Falke

In diesem Weihnachtsgedicht geht es um die Christbäume … ob sich Weihnachtsbäume wirklich freuen würden?

Jesuskind - Darstellung in einem Kirchenfenster

Blüh denn, leuchte, goldner Baum,
Erdentraum und Himmelstraum;
blüh und leuchte in Ewigkeit
durch die arme Zeitlichkeit!

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen fröhlich sein,
fröhlich durch den süßen Christ,
der des Lebens Leuchte ist.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen tapfer sein
auf des Lebens Pilgerbahn,
kämpfend gegen Lug und Wahn.

Sei uns Bild und sei uns Schein,
dass wir sollen heilig sein,
rein wie Licht und himmelsklar,
wie das Kindlein Jesus war!

Ernst Moritz Arndt
Zimt und Anis zu Weihnachten - Duft in der Vorweihnachtszeit

Heimliche Zeit,
wenn es draußen friert und schneit
und der Christ ist nicht mehr weit!

Wie’s tuschelt in den entferntesten Ecken,
kichert und lacht!
Überall Bepacktsein, Verstecken;
Hoffen und Wünschen webt feiernd durchs Zimmer:
ein Heinzelmannwirken im Lampenschimmer.

Mich deucht, ich sah einen güldenenen Schein:
Guckt da nicht Sankt Niklas zum Fenster herein?
Glocken erklingen in weiter Ferne.
Bratapfelduft aus dem Ofen quoll.

Am nachtklaren Himmel schimmern die Sterne
verheißungsvoll.
Und schauen das Treiben und freuen sich mit
bei der eilenden Menschen frohklingendem Schritt.

Friedvolles Hasten weit und breit:
Weihnachten ist nahe! O heimlich Zeit!

Albert Sergel
Josef und Maria unterwegs

Weihnachtsgedanke

Und wieder ist sie da, die Weihnachtszeit,
doch bist du wirklich für sie bereit?
Oder rennst du rum voll Hast und Sorge
mit düsterem Blick auf den nächsten Morg’n?

Sieh da, es kommt zu dir aus der Ferne,
eine Botschaft, hör zu und lausche gerne,
den Worten und Taten, die er vollbracht
in seinem Leben – es begann in der Heiligen Nacht.

Es schenkt dir Liebe und Frieden,
das Licht von Kerzen,
lass dich ein darauf und
du spürst den Zauber im Herzen,
der so viel verändern kann,
wenn dein Herz ist bereit –
nicht nur zu Weihnachten,
sondern zu jeder Zeit.

Astrid Broßler

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Weihnachten,
wie es immer war,
so wird es nicht in diesem Jahr.

Gegangen ist ein Mutterherz und
hinterlässt einen großen Schmerz.

So vieles ist anders,
ich kann es kaum fassen;
auch wenn es gut für sie war,
ist es schwer … loszulassen.

Die Lücke ist groß,
die sie hinterlässt,
es wird in diesem Jahr anders,
unser Weihnachtsfest.

Ihre Nähe mir fehlt,
ihr Zuspruch, ihre Umarmung,
die Wärme ihrer Worte
in schwierigen Lagen.

Ihr herzhaftes Lachen,
ihr Tritt in den Hintern,
auch ihr positives Denken
konnten so manchen Schmerz lindern.

Ihre Kraft, ihr Mut,
ihr Augen-Blick,
ihre stummen Worte,
ihr Händedruck.

Ihr wärmender Duft an vielen Tagen
und besonders ihre Liebe,
war sie auch manchmal vergraben.

Das alles fehlt mir und … noch viel mehr.
Dieses Weihnachten wird in meinem Herzen schwer.
Doch ich vertraue auf Gott und glaube daran:
Er wird uns ALLEN dabei helfen,
und nicht nur dann.

Astrid Broßler

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Besinnliches Weihnachtsfest

Gedanken

Wie wäre es in dieser Zeit:
ein Weihnachtsfest mit BeSINNlichkeit?
Kein: Hasten und Durch-die-Geschäfte-Rennen;
sondern: dasitzen und schauen,
wie die Adventskerzen brennen.
Kein: Denken “Ist das Haus auch schön und rein?”;
sondern: eine Geschichte vorlesen
für Groß oder Klein.
Kein: “Was schenk ich denn
meinen Angehörigen nur?”;
sondern: füreinander da sein und
von Neid keine Spur.
Kein: “Welches Menü koch ich und
hab ich auch an alles gedacht?”;
sondern: zum Essen hat jeder
irgendetwas mitgebracht.
Kein: “Och, da muss ich aber auch noch hin!”;
sondern: in Liebe miteinander … denn dann
macht Weihnachten SINN.
Kein: “Besinnung? …
Nee, das machen wir mal später!”;
sondern: jetzt … mit dem Herzen …
denn diese Gedanken …
hat sie nicht fast jeder?
Wie wäre es … in dieser Zeit,
wie fühlt es sich an …
dieses Weihnachten …
mit BeSINNlichkeit?

Astrid Broßler

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Bekannte Weihnachtsgedichte über das Christkind (besonders für Kinder)

Ein geheimnisvolles Weihnachtsgedicht von Anna Ritter, das ein kleines Märchen in Form eines weihnachtlichen Gedichtes erzählt.

Verschneite Zweige im Winter

Wo die Zweige …

Wo die Zweige am dichtesten hangen,
die Wege am tiefsten verschneit,
da ist um die Dämmerzeit
im Walde das Christkind gegangen.

Es musste sich wacker plagen,
denn einen riesigen Sack
hat’s meilenweit huckepack
auf den schmächtigen Schultern getragen.

Zwei spielende Häschen saßen
geduckt am schneeigen Rain.
Die traf solch blendender Schein,
dass sie das Spielen vergaßen.

Doch das Eichhorn hob schnuppernd die Ohren
und suchte die halbe Nacht,
ob das Christkind von all seiner Pracht
nicht ein einziges Nüsschen verloren.

Anna Ritter

Ein geheimnisvolles Weihnachtsgedicht von Anna Ritter, das ein kleines Märchen in Form eines weihnachtlichen Gedichtes erzählt.

Schnee zu Weihnachten

Weihnachtszeit

Seit Jahren hat’s nicht so geschneit!
Das rieselt, rinnt und häuft sich an,
dass man im Lande weit und breit
nicht Weg noch Steg erkennen kann.
Die Stadt sieht wie ein Märchen aus.
hat jedes Häuschen, jedes Haus
ein Mützchen auf aus weißem Schnee,
das blitzt und blinkt im Sonnenschein,
als wär’s von lauter Edelstein.

Und drinnen gibt’s verschlossne Türen!
Ein Zimmer, das das ganze Jahr
genau wie andre Zimmer war,
bekommt ein feierlich Gesicht.
Oft ist’s zur Dämmerung, als glitten
verstohlne Schritte hin und her,
man sieht ein heimlich huschend Licht,
als ob das Christkind drinnen war’!
Verschwiegene Päckchen kommen an,
die rascheln gar so wunderlich,
wenn kleine Finger daran rühren …
doch Mutter wehrt auf alle Bitten.
»Nicht fragen, ‘s ist vom Weihnachtsmann!«

Ein unbestimmter Kuchenduft
liegt wunderlieblich in der Luft.
Die Kinder schnuppern leis herum
und schaun sich an und lachen stumm,
und drücken sich am Schlüsselloch
die Nasen platt …
O selge Zeit,
wenn Liebe sich im Stillen müht
und nicht genug zu tuen weiß,
wenn mitten unter Schnee und Eis
die Blume des Erbarmens blüht,
wenn jubelnd sich die Glocken schwingen
und jedem, der es hören will,
die süße Weihnachtsbotschaft bringen.
»Das Christkind kommt, seid froh und still!«

Anna Ritter

Dieses Gedicht kann man gut als Geschenkanhänger an ein Mitbringsel bzw. Weihnachtsgeschenk für ein Kind mit dranhängen. Vielleicht insbesondere wenn man weiß, dass das mitgebrachte Geschenk das Kinderherz höher schlagen lässt …

Geschenke, die das Christkind bringt, Wunschzettel für Advent bzw. Weihnachten

Christkindbriefe

Im Advent, da fliegen Engel
sie fliegen hin und her,
sie sammeln Christkindbriefe
und Wunschzettel noch mehr.

So kommt so mancher Engel
vom Himmel dürr daher,
fliegt mit Briefen vollgeplustert
zurück wie’n fetter Teddybär.

Nur schad’, wenn mancher Engel
so’n Christkindbrief verliert,
weil’s drin im Engelskleide
den Wünschen zu eng wird.

Solcher Wunschbrief flattert
zurück auf unsere Welt,
und’s Christkind ist verdattert
weil’s keinen Wunsch erhält.

So schweben dann vom Himmel
Wunschbriefe von oben her,
es ist gar ein Gewimmel
als ob es Schneefall wär’.

Auch’s Christkind sieht die Briefe
die fallen erdenwärt’s,
doch’s Christkind liest auch Wünsche
aus jedem Kinderherz!

Josef Albert Stöckl

Dieses Gedicht kann man gut als Geschenkanhänger an ein Mitbringsel bzw. Weihnachtsgeschenk für ein Kind mit dranhängen. Vielleicht insbesondere wenn man weiß, dass das mitgebrachte Geschenk das Kinderherz höher schlagen lässt …

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen
voll Schnee, mit rotgefrorenem Näschen.

Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.

Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack –
denkt ihr, er wäre offen, der Sack?

Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin –
es roch so nach Äpfeln und Nüssen.

Anna Ritter

Knecht Ruprecht

Von drauß’, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Überall auf den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein blitzen,
und droben aus dem Himmelstor
sah mit großen Augen das Christkind hervor.

Und wie ich strolch’ durch des finstern Tann,
da rief’s mich mit heller Stimme an:
“Knecht Ruprecht”, rief es, “alter Gesell´,
heb deine Beine und spute dich schnell!
Die Kerzen fangen zu brennen an,
das Himmelstor ist aufgetan,
alt und jung sollen nun
von der Jagd des Lebens einmal ruhn,
und morgen flieg ich hinab zur Erden;
denn es soll wieder Weihnachten werden!”

Ich sprach: “Oh lieber Herre Christ,
meine Reise fast zu Ende ist;
ich soll nur noch in diese Stadt,
wo’s eitel gute Kinder hat.”

“Hast denn das Säcklein auch bei dir?”
Ich sprach: “Das Säcklein, das ist hier;
denn Äpfel, Nuß und Mandelkern
essen fromme Kinder gern.”

“Hast denn die Rute auch bei dir?”
Ich sprach: “Die Rute, die ist hier;
doch für die Kinder nur, die schlechten,
die trifft sie auf den Teil den rechten!”

Christkindlein sprach: “So ist es recht;
so geh mit Gott, mein treuer Knecht!”
Von draußen, vom Walde komm ich her;
ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!
Nun sprecht, wie ich’s hier innen find!
Sind’s gute Kind, sind’s böse Kind?

Theodor Storm

Dieses Weihnachtsgedicht ist eigentlich ein bekanntes Weihnachtslied, das Sie sicherlich alle kennen … es passt aber auch einfach wunderbar auf diese Weihnachtsgedichte-Seite.

Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder,
wo wir Menschen sind.

Kehrt mit seinem Segen
ein in jedes Haus,
geht auf allen Wegen
mit uns ein und aus.

Steht auch mir zur Seite
still und unerkannt,
dass es treu mich leite
an der lieben Hand.

Wilhelm Hey

Dieses Weihnachtsgedicht ist eigentlich ein bekanntes Weihnachtslied, das Sie sicherlich alle kennen … es passt aber auch einfach wunderbar auf diese Weihnachtsgedichte-Seite.

Weißer Engel vor einem Weihnachtsbaum

Christkind

Die Nacht vor dem heiligen Abend,
da liegen die Kinder im Traum;
sie träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.

Und während sie schlafen und träumen,
wird es am Himmel klar,
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.

Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der Heil’ge Christ;
es ist so fromm und freundlich,
wie keins auf Erden ist.

Und wie es durch den Himmel
still über die Häuser fliegt,
schaut es in jedes Bettchen,
wo nur ein Kindlein liegt,

und freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind;
denn solche liebt von Herzen
das liebe Himmelskind.

Wird sie auch reich bedenken
mit Lust aufs allerbest’
und wird sie schön beschenken
zum lieben Weihnachtsfest.

Heut schlafen noch die Kinder
und sehn es nur im Traum,
doch morgen tanzen und springen
sie um den Weihnachtsbaum.

Robert Reinick

Ein Gedicht zur Adventszeit, das wohl alle Kinder hier kennen, und das die Vorfreude auf Weihnachten wiederspiegelt. Bald ist Weihnachten!

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt,
erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier,
dann steht das Christkind vor der Tür.

Volksweisheit / Volksgut

Ein Gedicht zur Adventszeit, das wohl alle Kinder hier kennen, und das die Vorfreude auf Weihnachten wiederspiegelt. Bald ist Weihnachten!

Dieser Weihnachtswunsch in Form eines Gedichtes ist gut als Geschenkanhänger geeignet. Das Weihnachtsgedicht wünscht, dass alle Wünsche in Erfüllung gehen mögen, die sich der Empfänger, die Empfängerin (vielleicht eines dazu passenden Weihnachtsgeschenkes?) auch immer erträumt.

Glückseliger Weihnachtsengel

Das Christkind aber möge Euch bringen
die Schönsten von allen wunderbaren Dingen,
und was Ihr nur immer träumt, wünscht oder dachtet,
dass Ihr es wohl gerne haben möchtet.

Wilhelm Busch

Dieser Weihnachtswunsch in Form eines Gedichtes ist gut als Geschenkanhänger geeignet. Das Weihnachtsgedicht wünscht, dass alle Wünsche in Erfüllung gehen mögen, die sich der Empfänger, die Empfängerin (vielleicht eines dazu passenden Weihnachtsgeschenkes?) auch immer erträumt.

Blüte im Winter passend zum Weihnachtsgedicht

Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil’ge Kind erschien,
fing’s an, im Winterwald zu blühn.

Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
“Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!”

Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet’s Äpfel ringsumher;
Christkindlein’s Taschen wurden schwer.

Die süßen Früchte alle nahm’s,
und so zu den Menschen kam’s.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert!

Ernst von Wildenbruch
Osterhase mit Weihnachtsmütze

Liebes Christkind, darf ich‘s wagen
dich heute einmal kurz zu fragen,
was lang schon auf der Seele brennt
und niemand eine Antwort kennt:

Liebes Christkind, sag’ mir doch,
was tust du so, was machst du noch,
wenn Weihnachten zu Ende ist
und du ein Jahr verschwunden bist?

Denn falls du lange Weile hast
und auch keinen Termin verpasst,
dann lade ich dich herzlich ein,
auch Ostern unser Gast zu sein.

Jens-Uwe Zöllmer

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Weihnachskugeln mit Weihnachtsgeschenk

Christkindlein kam hernieder
und schmückt’ den Weihnachtsbaum;
mit Gaben füllt sich wieder
der Tisch bis an den Saum.

Worauf mein Herz sich freute,
was es erwünscht, erdacht,
ich sehe alles heute
in überreicher Pracht.

Die guten Eltern sorgen
so liebevoll und reich;
drum bet’ ich alle Morgen
zum lieben Gott für euch.

Unbekannt

Weihnachtliche Gedichte über die heilige Nacht selber

Hier finden Sie Weihnachtsgedichte, in denen es um die heilige Nacht selber geht, d.h. um den Weihnachtsabend und die heilige Familie mit Jesus, Maria und Josef.

Dieses Weihnachtsgedicht eignet sich besonders gut als Geschenkanhänger für liebe Menschen, die ein intensives, facettenreiches Leben haben.

Weihnachtsbaum - Deko für Türe

Zum 24. Dezember

Noch einmal ein Weihnachtsfest,
immer kleiner wird der Rest,
aber nehm’ ich so die Summe,
alles Grade, alles Krumme,
alles Falsche, alles Rechte,
alles Gute, alles Schlechte –
rechnet sich aus all dem Braus
doch ein richtig Leben raus.
Und dies können ist das Beste
wohl bei diesem Weihnachtsfeste.

Theodor Fontane

Dieses Weihnachtsgedicht eignet sich besonders gut als Geschenkanhänger für liebe Menschen, die ein intensives, facettenreiches Leben haben.

Zeichnung von Josef und Maria, die nach Bethlehem gehen

Unendlich Blau.
Geweihte Nacht.
Und immer fällt der Schnee
in zarten Sternen.
Deckt die weite Erde sacht.
Heilige Nacht …
durchglüht vom Leidensblut
des lieben Herrn.

Wir pilgern noch im Dunkel.
Doch wir sehen seinen Stern.

Franziska Stoecklin
Weihnachten: Dekoration mit Tannenzweig und Geschenk

Weihnacht

Zeit der Weihnacht, immer wieder
rührst du an mein altes Herz,
führst es fromm zurück
in sein früh’stes Glück,
kinderheimatwärts.

Sterne leuchten über Städte,
über Dörfer rings im Land.
Heilig still und weiß
liegt die Welt im Kreis
unter Gottes Hand.

Kinder singen vor den Türen:
“Stille Nacht, heilige Nacht!”
Durch die Scheiben bricht
hell ein Strom von Licht,
aller Glanz erwacht.

Und von Turm zu Turm ein Grüßen,
und von Herz zu Herz ein Sinn,
und die Liebe hält
aller Welt
ihre beiden Hände hin.

Gustav Falke
Jesuskind - Geburt Jesu

O heiliger Abend,
mit Sternen besät,
wie lieblich und labend
dein Hauch mich umweht!
Vom Kindergetümmel,
vom Lichtergewimmel
auf schau ich zum Himmel
im leisen Gebet.

Da funkelt’s von Sternen
am himmlischen Saum,
da jauchzt es vom fernen,
unendlichen Raum.
Es singen mit Schalle
die Engelein alle,
ich lausche dem Halle,
mir klingt’s wie ein Traum.

O Erde, du kleine,
du dämmernder Stern,
dir gleichet doch keine
der Welten von fern!
So schmählich verloren,
so selig erkoren,
auf dir ist geboren
die Klarheit des Herrn!

Karl von Gerok
Weihnachten: die heilige Nacht

Die heilige Nacht

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht!

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

Ein Engel Gottes, licht und klar,
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel: „Fürcht’t euch nicht!“

„Ich verkünd euch große Freud:
Der Heiland ist geboren heut.“

Da gehn die Hirten hin in Eil,
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

zu singen dem süßen Gast Willkomm,
zu bringen ihm ein Lämmlein fromm.

Bald kommen auch gezogen fern
die heilgen drei König‘ mit ihrem Stern.

Sie knieen vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen, Weihrauch, Gold.

Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket: „Gott in der Höh sei Ehr!“

Eduard Mörike
Orchidee im Schnee

Weihnachtswunder

Durch den Flockenfall
klingt süßer Glockenschall,
ist in der Winternacht
ein süßer Mund erwacht.

Herz, was zitterst du
den süßen Glocken zu?
Was rührt den tiefen Grund
dir auf der süße Mund?

Was verloren war,
du meintest, immerdar,
das kehrt nun all zurück,
ein selig Kinderglück.

O du Nacht des Herrn
mit deinem Liebesstern,
aus deinem reinen Schoß
ringt sich ein Wunder los.

Gustav Falke
Weihnachten mit Maria, Josef und dem Jesus-Kind

Die heilige Nacht

So war der Herr Jesus geboren
im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
den Reichen war’s warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd,
sie haben kein Geld besessen,
sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
sie waren von Herzen froh,
dass sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh.

Die Engel, die haben gesungen,
dass wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
und haben es angesehn.

Die Hirten, die will es erbarmen,
wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G’schicht für die Armen,
kein Reicher war nicht dabei.

Ludwig Thoma

Da ist doch jemand, der in diesem weihnachtlichen Gedicht über den heiligen Abend der ganzen Geschichte trotzt. Ob das so gut geht? Als humoriges Weihnachtsgedicht mit Augenzwinkern ist das wohl anzusehen …

Einsiedlers Heiliger Abend

Ich hab’ in den Weihnachtstagen
ich weiß auch warum –
mir selbst einen Christbaum geschlagen,
der ist ganz verkrüppelt und krumm.

Ich bohrte ein Loch in die Diele
und steckte ihn da hinein,
und stellte rings um ihn viele
Flaschen Burgunderwein.

Und zierte, um Baumschmuck und Lichter
zu sparen, ihn abends noch spät
mit Löffeln, Gabeln und Trichter
und anderem blanken Gerät.

Ich kochte zur heiligen Stunde
mir Erbsensuppe mit Speck,
und gab meinem fröhlichen Hunde
Gulasch und litt seinen Dreck.

Und sang aus burgunderner Kehle
das Pfannenflickerlied.
Und pries mit bewundernder Seele
alles das, was ich mied.

Es glimmte petroleumbetrunken
später der Lampendocht.
Ich saß in Gedanken versunken.
da hat’s an die Türe gepocht,

Und pochte wieder und wieder.
Es konnte das Christkind sein.
Und klang’s nicht wie Weihnachtslieder!
Ich aber rief nicht: “Herein!”

Ich zog mich aus und ging leise
zu Bett, ohne Angst, ohne Spott,
und dankte auf krumme Weise
lallend dem lieben Gott.

Joachim Ringelnatz

Da ist doch jemand, der in diesem weihnachtlichen Gedicht über den heiligen Abend der ganzen Geschichte trotzt. Ob das so gut geht? Als humoriges Weihnachtsgedicht mit Augenzwinkern ist das wohl anzusehen …

Weihnachtsgedichte über die heiligen drei Könige

Die heiligen drei Könige in der Nacht

Die heiligen drei Könige

Aus fernen Landen kommen wir gezogen;
nach Weisheit strebten wir seit langen Jahren,
doch wandern wir in unsern Silberhaaren.
Ein schöner Stern ist vor uns hergeflogen.

Nun steht er winkend still am Himmelsbogen:
den Fürsten Juda’s muss dies Haus bewahren.
Was hast du, kleines Bethlehem, erfahren?
Dir ist der Herr vor allen hochgewogen.

Holdselig Kind, lass auf den Knie’n dich grüßen!
Womit die Sonne unsre Heimat segnet,
das bringen wir, obschon geringe Gaben.

Gold, Weihrauch, Myrrhen, liegen dir zu Füßen;
die Weisheit ist uns sichtbarlich begegnet,
willst du uns nur mit einem Blicke laben.

August von Schlegel
Die heiligen drei Könige aus dem Morgenland

Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland

Die Heil’gen Drei Könige aus Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
“Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?”

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter;
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die Heil’gen Drei Könige sangen.

Heinrich Heine

Die heiligen drei Könige

Die heiligen drei Könige stehn vorm Haus,
Maria guckt zum Fenster heraus.

“Ihr heiligen drei Könige, kommt nur herein,
es wird schon für euch noch ein Plätzel sein.”

Sie gingen gebückt in den kleinen Stall
und fielen auf ihre Knie all.

“Wir sind drei Könige, kommen weit her,
du aber, o Christkind, bist viel mehr.

Hast gar keine Krone, hast gar keine Zier,
hast aber ein königlich Herz in dir.

Das wirft den allerhellsten Schein
und wird die Krone der Menschheit sein.”

Die Könige gingen. Maria sann
und sah aus Tränen ihr Kindel an.

Otto Julius Bierbaum

Kurze Weihnachtsgedichte und Weihnachtstexte

Dieses weihnachtliche Gedicht kann unabhängig von unserem Glauben unser Herz ansprechen. Ja, ich möchte Dich gerne entführen in ein Land der Liebe und der Zuversicht!

Weihnachtskugel an einem Weihnachtsbaum

Der Baum strahlt hell mit seinen Lichtern,
Freude schaut aus den Gesichtern.
Ich nehme Deine warme Hand,
entführ’ Dich in mein Weihnachtsland.

Unbekannt

Dieses weihnachtliche Gedicht kann unabhängig von unserem Glauben unser Herz ansprechen. Ja, ich möchte Dich gerne entführen in ein Land der Liebe und der Zuversicht!

Dieser Weihnachtsspruch ist besonders schön als Geschenkanhänger zu Weihnachten geeignet.

Karte mit Weihnachtsspruch darauf: Wirklich Weihnachten ist dann, wenn die Stille der Heiligen Nacht in Euer Herz gefunden hat.

Unbekannt

Dieser Weihnachtsspruch ist besonders schön als Geschenkanhänger zu Weihnachten geeignet.

Ein wunderbar besinnliches Weihnachtsgedicht lädt uns ein, sich an das eigene Staunen in unserer Kindheit zu erinnern.

Kind am Weihnachtsbaum zu Weihnachten

Weihnachten

Weißer Flöckchen Schwebefall,
stille Klarheit überall,
Glockenklang und Schellenklingen,
Mäulchen, die vom Christkind singen,
Flammen, die von grünen Zweigen
gläubig, strahlend aufwärts steigen,
und im tiefsten Herzen drinnen
ein Erinnern, ein Besinnen.

Anna Ritter

Ein wunderbar besinnliches Weihnachtsgedicht lädt uns ein, sich an das eigene Staunen in unserer Kindheit zu erinnern.

Eine gefrorene Seifenblase

Weiß sind Türme, Dächer, Zweige,
und das Jahr geht auf die Neige,
und das schönste Fest ist da!

Theodor Fontane

Dieses spirituelle Weihnachtsgedicht zeigt uns den Sinn von Weihnachten auf: Liebe zu schenken und heilende Liebe zu erfahren, die uns den Widrigkeiten des Lebens trotzen und zuversichtlich hoffend auf die Zukunft vertrauen lässt.

Es ist der Geist der Weihnacht,
der uns mit Leben erfüllt
und im Mantel der Liebe
überwintern lässt.

Unbekannt

Dieses spirituelle Weihnachtsgedicht zeigt uns den Sinn von Weihnachten auf: Liebe zu schenken und heilende Liebe zu erfahren, die uns den Widrigkeiten des Lebens trotzen und zuversichtlich hoffend auf die Zukunft vertrauen lässt.

Die Geburt Jesu: Jesus mit Maria

Die Geburt Jesu in Bethlehem
ist keine einmalige Geschichte,
sondern ein Geschenk,
das immer bleibt.

Martin Luther
Jesus in der Krippe: Weihnachten, Ikone

Das Geheimnis der Weihnacht
besteht darin, dass wir auf unserer Suche
nach dem Großen und Außerordentlichen
auf das Unscheinbare und Kleine
hingewiesen werden.

Unbekannt
Weihnachten mit Krippe von Betlehmen

Gottes Liebe ist wie ein Schiff,
das seit Jahrtausenden durch
die Welt fuhr, bis es an der Krippe
von Bethlehem Anker warf.

Johannes Tauler
Rote, leuchtende Weihnachtskugel am Christbaum

Weihnachten –
das sind Festtage,
die mir in freundlichem Schimmer
lange entgegenleuchten.

Ernst Hoffmann

O Weihnacht!
Weihnacht! Höchste Feier!
Wir fassen ihre Wonne nicht.
Sie hüllt in ihre heilgen Schleier
das seligste Geheimnis dicht.

Nikolaus Lenau
Vier Kerzen zu Weihnachten

Alle Lichter, die wir anzünden,
zeugen von dem Licht,
das da erschienen ist
in der Dunkelheit.

Friedrich von Bodelschwingh
Die heiligen drei Könige in der Nacht

Das ist das Wunder der Heiligen Nacht,
dass in die Dunkelheit der Erde
die helle Sonne scheint.

Friedrich von Bodelschwingh
Weihnachtliche Stimmung: Licht fällt auf eine Seifenblase

Advent und Weihnachten ist wie ein Schlüsselloch,
durch das auf unsrem dunklen Erdenweg
ein Schein aus der Heimat fällt.

Friedrich von Bodelschwingh

Auch ist mir kein Weihnachten,
wo es auch war, vergangen,
ohne dass es hinter meinen
geschlossenen Augen für eine Sekunde
unbeschreiblich hell wurde.

Rainer Maria Rilke
Weihnachten mit Weihnachtskugeln

Gesegnet ist die Jahreszeit,
in der sich die gesamte Welt
zur Liebe verschwört.

Mit Weihnachten im Herzen
liegt Weihnachten in der Luft.

William Turner Ellis
Krippe mit Maria, Joseph und Jesus in der Krippe

Ich werde Weihnachten
in meinem Herzen ehren und
versuchen, es das ganze Jahr
hindurch aufzubewahren.

Charles Dickens

Diesen kurzen Weihnachtsspruch können Sie gut als Geschenkanhänger ausdrucken … dazu wie üblich einfach auf das Geschenke-Symbol unten beim Zitat klicken.

Die heilige Familie zu Weihnachten

Nach Hause kommen, das ist es,
was das Kind von Bethlehem
allen schenken will, die weinen,
wachen und wandern auf dieser Erde.

Friedrich von Bodelschwingh

Diesen kurzen Weihnachtsspruch können Sie gut als Geschenkanhänger ausdrucken … dazu wie üblich einfach auf das Geschenke-Symbol unten beim Zitat klicken.

Dieses kurze Weihnachtsgedicht passt gut als Geschenkanhänger zu einem weihnachtlichen Buch als Geschenk, zum Beispiel finden Sie hier Weihnachtsbücher für Erwachsene.

Kerzenschein und Christlaterne
leuchten hell die Weihnacht ein.
Glocken läuten nah und ferne,
Friede soll auf Erden sein.

Unbekannt

Dieses kurze Weihnachtsgedicht passt gut als Geschenkanhänger zu einem weihnachtlichen Buch als Geschenk, zum Beispiel finden Sie hier Weihnachtsbücher für Erwachsene.

Passend zur Vorweihnachtszeit könnte ein Mitbringsel etwas zum Räuchern sein. Ein Räucherwerk-Set zum Beispiel, dazu passend dieses Zitat als Geschenkanhänger. Weshalb nicht einmal mit etwas Besonderem überraschen? Weihnachtsdüfte mit Räucherwerk können ein besinnliches Gefühl für eine behagliche Weihnachtszeit schenken.

Eine rote Weihnachtskerze

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.

Joachim Ringelnatz

Passend zur Vorweihnachtszeit könnte ein Mitbringsel etwas zum Räuchern sein. Ein Räucherwerk-Set zum Beispiel, dazu passend dieses Zitat als Geschenkanhänger. Weshalb nicht einmal mit etwas Besonderem überraschen? Weihnachtsdüfte mit Räucherwerk können ein besinnliches Gefühl für eine behagliche Weihnachtszeit schenken.

Dieses kurze Gedicht können Sie gut als Geschenkanhänger für selbstgebackene Plätzchen verwenden. Wer würde sich darüber nicht besonders freuen?

Zeit für Liebe und Gefühl,
heute bleibt’s nur draußen kühl.
Kerzenschein und Plätzchenduft,
Weihnachten liegt in der Luft.

Unbekannt

Dieses kurze Gedicht können Sie gut als Geschenkanhänger für selbstgebackene Plätzchen verwenden. Wer würde sich darüber nicht besonders freuen?

Es darf natürlich auch eine Tasse Tee sein ;)

Tasse Tee zur Vorweihnachtszeit

Fülle dein Glas mit fröhlichem Gesicht
und zufriedenem Herzen.
Dein Weihnachten soll
ein Fröhliches sein …!

Charles Dickens

Es darf natürlich auch eine Tasse Tee sein ;)

O willkommen, Weihnachtsabend,
allen Menschen, groß und klein!
Friedebringend, froh und labend
mögst du allen Herzen sein.

Adelheid Wette

Das ist das Wunder der Heiligen Nacht:
Das Kind nimmt unser Leben in seine Hände,
um es niemals wieder loszulassen.

Friedrich von Bodelschwingh
Ein Weihnachtsgeschenk

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei, was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Joachim Ringelnatz

Wenn einer dem anderen Liebe schenkt,
wenn die Not des Unglücklichen gemildert wird,
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
steigt Gott herab vom Himmel
und bringt das Licht:

Dann ist Weihnachten.

Unbekannt

In einer so beschaffenen Welt gleicht der,
welcher viel an sich selber hat,
der hellen, warmen lustigen
Weihnachtsstube mitten im Schnee
und Frost der Dezembernacht.

Arthur Schopenhauer

Ein gutes Gewissen ist
ein ständiges Weihnachten.

Benjamin Franklin
Eine schöne, rote Weihnachtskugel

Wie leide ich vor Sehnsucht!
Wäre es doch Weihnachten!

Hans Christian Andersen
Winter

Weihnachten ist kein Zeitpunkt
und keine Jahreszeit,
sondern eine Gefühlslage.
Frieden und Wohlwollen
in seinem Herzen zu halten,
freigiebig mit Barmherzigkeit
zu sein, das heißt,
den wahren Geist von
Weihnachten in sich zu tragen.

John Calvin Coolidge, Jr.
Weihnachten mit der heiligen Familie in der Nacht im Sternenhimmel

Weihnachten!

Welch ein Zauber liegt in diesem Wort!
Mir ist es immer, als öffnete sich damit
der Blick in den Sternenhimmel
und die Freude funkelte herab.

Monika Hunnius
Weihnachtskerze

Weihnacht’ – Nächte heller Kerzen
und der Kinderseligkeit!

Und so wünsche ich von ganzem Herzen
eine strahlend schöne, besinnliche Zeit!

Volksweisheit / Volksgut

So groß ist die Seligkeit im Himmel,
dass, wenn von dem himmlischen Garten
nur ein Laubblättlein auf die Erde herabfiele,
die ganze Welt von dieser Süßigkeit
vergehen müsste.

Adalbert Stifter

Wie schön zeigt uns dieses kurze Weihnachtsgedicht zum Beispiel, welch’ schönes Symbol uns mit der Geburt Jesu im Stall in Bethlehem mitgegeben worden ist: der wahre Reichtum liegt nicht im äußeren Hab und Gut, der wahre Reichtum ist im Innern verborgen. Hier beginnen die Wurzeln des christlichen Glaubens.

Das Große im Kleinen

Du sprichst, das Große kann nicht
in dem Kleinen sein,
den Himmel schließt man nicht
ins Erdenstüpfchen ein.

Komm, schau der Jungfraun Kind,
so siehst du in der Wiegen
den Himmel und die Erd
und hundert Welten liegen.

Angelus Silesius

Wie schön zeigt uns dieses kurze Weihnachtsgedicht zum Beispiel, welch’ schönes Symbol uns mit der Geburt Jesu im Stall in Bethlehem mitgegeben worden ist: der wahre Reichtum liegt nicht im äußeren Hab und Gut, der wahre Reichtum ist im Innern verborgen. Hier beginnen die Wurzeln des christlichen Glaubens.

Noch nicht ganz fündig geworden?

Die obigen Weihnachtsgedichte sind vorwiegend Gedichte aus der klassischen Literatur. Für Weihnachtskarten und für aktuelle Weihnachtsgrüße schmökern Sie einfach auf unserer Seite mit zeitgenössischen Weihnachtsgrüßen.

Zu den aktuellen Weihnachtsgrüßen

Zauberhaftes Weihnachtsmärchen: Der Schneemann

Der Schneemann

Es war einmal ein Schneemann, der Stand mitten im tief verschneiten Walde und war ganz aus Schnee. Er hatte keine Beine und Augen aus Kohle und sonst nichts und das ist wenig. Aber dafür war er kalt, furchtbar kalt. Das sagte auch der alte griesgrämige Eiszapfen von ihm, der in der Nähe hing und noch viel kälter war. »Sie sind kalt!«, sagte er ganz vorwurfsvoll zum Schneemann. Der war gekränkt. »Sie sind ja auch kalt«, antwortete er. »Ja, das ist etwas ganz anderes«, sagte der Eiszapfen überlegen.

Der Schneemann war so beleidigt, dass er fortgegangen wäre, wenn er Beine gehabt hätte. Er hatte aber keine Beine und blieb also stehen, doch nahm er sich vor, mit dem unliebenswürdigen Eiszapfen nicht mehr zu sprechen. Der Eiszapfen hatte unterdessen was anderes entdeckt, was seinen Tadel reizte: ein Wiesel lief über den Weg und huschte mit eiligem Guß an den Beiden vorbei. »Sie sind zu lang, viel zu lang!«, rief der Eiszapfen hinter ihm her. »Wenn ich so lang wäre, wie Sie, ginge ich nicht auf die Straße!« – »Sie sind doch auch lang!«, knurrte das Wiesel verletzt und erstaunt. »Das ist etwas ganz anderes!«, sagte der Eiszapfen mit unverschämter Sicherheit und knackte dabei ordentlich vor lauter Frost.

Der Schneemann war empört über diese Art, mit Leuten umzugehen, und wandte sich, soweit ihm das möglich war, vom Eiszapfen ab. Da lachte was hoch über ihm in den Zweigen einer alten schneeverhangenen Tanne. Und wie er hinauf sah, saß ein wunderschönes, weißes, weiches Schnee-Elfchen oben und schüttelte die langen hängenden Haare, dass tausend kleine Schneesternchen herabfielen und dem armen Schneemann gerade auf den Kopf. Das Schnee-Elfchen lachte noch lauter und lustiger, dem Schneemann aber wurde ganz seltsam zu Mute und er wusste gar nicht, was er sagen sollte; und da sagte er schließlich: »Ich weiß nicht, was das ist …« – »Das ist etwas ganz anderes«, höhnte der Eiszapfen neben ihm. Aber dem Schneemann war so seltsam zu Mute, dass er gar nicht mehr auf den Eiszapfen hörte, sondern immer hoch über sich auf den Tannenbaum sah, in dessen Krone sich das weiße Schnee-Elfchen wiegte und die langen hängenden Haare schüttelte, dass tausend kleine Schneesternchen herabfielen.

Der Schneemann wollte unbedingt etwas sagen über das eine, von dem er nicht wusste, was es war, und von dem der Eiszapfen sagte, dass es etwas ganz anderes wäre. Er dachte schrecklich lange darüber nach, so dass ihm die Kohlenaugen ordentlich herausstanden vor lauter Gedanken, und schließlich wusste er, was er sagen wollte, und da sagte er: »Schnee-Elfchen im silbernen Mondenschein, du sollst meine Herzallerliebste sein!« Dann sagte er nichts mehr, denn er hatte das Gefühl, dass nun das Schnee-Elfchen etwas sagen müsse, das war ja wohl auch nicht unrichtig.

Das Schnee-Elfchen sagte aber nichts, sondern lachte so laut und lustig, dass die alte Tanne, die doch sonst gewiss nicht für Bewegung war, missmutig und erstaunt die Zweige schüttelte und sogar vernehmlich knarrte. Da wurde es dem armen, kalten Schneemann so brennend heiß ums Herz, dass er anfing vor lauter brennender Hitze zu schmelzen; und das war nicht schön. Zuerst schmolz der Kopf, und das ist das Unangenehmste – später geht’s ja leichter. Das Schnee-Elfchen aber saß ruhig hoch oben in der weißen Tannenkrone und wiegte sich und lachte und schüttelte die langen hängenden Haare, dass tausend kleine Schneesternchen herabfielen.

Der arme Schneemann schmolz immer weiter und wurde immer kleiner und armseliger und das kam alles von dem brennenden Herzen. Und das ist so weitergegangen und der Schneemann war schon fast kein Schneemann mehr, da ist der heilige Abend gekommen und die Englein haben die goldenen und silbernen Sterne am Himmel geputzt, damit sie schön glänzen in der heiligen Nacht.

Und da ist etwas Wunderbares geschehen: Wie das Schnee-Elfchen den Sternenglanz der heiligen Nacht gesehen hat, da ist ihm so seltsam zu Mute geworden und da hat’s mal auf den Schneemann herunter gesehen, der unten stand und schmolz und eigentlich schon so ziemlich zerschmolzen war. Da ist’s dem Schnee-Elfchen so brennend heiß ums Herz geworden, dass es herunter gehuscht ist vom hohen Tann und den Schneemann auf den Mund geküsst hat, so viel noch davon übrig war. Und wie die beiden brennenden Herzen zusammen waren, da sind sie alle beide so schnell geschmolzen, dass sich sogar der Eiszapfen darüber wunderte, so ekelhaft und unverständlich ihm die ganze Sache auch war.

So sind nur die beiden brennenden Herzen nachgeblieben, und die hat die Schneekönigin geholt und in ihren Kristallpalast gebracht; und da ist’s wunderschön und der ist ewig und schmilzt auch nicht. Und zu alledem läuteten die Glocken der heiligen Nacht. Als aber die Glocken läuteten, ist das Wiesel wieder herausgekommen, weil es so gerne das Glockenläuten hört; und da hat’s gesehen, dass die Beiden weg waren. »Die Beiden sind ja weg«, sagte es, »das ist wohl der Weihnachtszauber gewesen.« – »Ach, das war ja etwas ganz anderes!«, sagte der Eiszapfen rücksichtslos – und das Wiesel verzog sich empört in seine Behausung.

Auf die Stelle aber, wo die Beiden geschmolzen waren, fielen tausend und abertausend kleine weiße, weiche Flocken, so dass niemand mehr was von ihnen sehen und sagen konnte. – Nur der Eiszapfen hing noch genau so da, wie er zuerst gehangen hatte. Und der wird auch niemals an einem brennenden Herzen schmelzen und auch gewiss nicht in den Kristallpalast der Schneekönigin kommen – denn der ist eben etwas ganz anderes!

Märchen von Manfred Kyber

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