Zahnzusatzversicherung – wann macht sie wirklich Sinn?

Zahnbehandlung beim Zahnarzt

Die Pro und Contra von Zusatzversicherungen, neben der gesetzlichen Krankenversicherung, werden heiß diskutiert. Dabei sind nicht alle Versicherungen genauso sinnvoll wie die Haftpflichtversicherungen bei Familien, obwohl das Portfolio verschiedener Zusatzabsicherungen ziemlich umfangreich ist. Doch wie sieht es bei Zahnzusatzversicherungen aus? Immerhin werden bekanntlich nicht alle zahnärztlichen Leistungen von der Krankenkasse abgedeckt und oftmals kommt es zu Zuzahlungen und erschlagend hohen Rechnungen. Wann macht eine Zusatzversicherung für Zähne also wirklich Sinn und wann kann man sich diese sparen?

Zahnersatz ist kalkulierbar

Das Risiko, einen Zahnersatz oder andere Leistungen in Anspruch nehmen zu müssen, ist immer gegeben und in vielen Fällen auch relativ gut einschätzbar. Wer häufiger zum Zahnarzt muss, bereits einige Füllungen oder gar Kronen im Mund hat, der weiß, dass diese irgendwann einmal ersetzt werden müssen. Bereits vorhandener Zahnersatz muss ebenfalls teuer saniert werden, sofern dieser schon eine längere Zeit besteht, und durch Inlays und Kronen ersetzt werden.

Auch bei wurzelbehandelten Zähnen kann es vorkommen, dass diese später einem Implantat weichen müssen. Eine Zahnzusatzversicherung ist unter solchen Umständen durchaus angebracht und sinnvoll, auch wenn diverse Behandlungen nicht unbedingt existenzbedrohend teuer werden würden. Allerdings können selbst für einfache Keramikbrücken bis zu 1.800 Euro anfallen, eine komplette Gebisssanierung kann im schlimmsten Fall an die 30.000 Euro kosten und selbst einfache Kronen gehen in den vierstelligen Bereich über. Ärgerlich, wenn dafür der nächste Sommerurlaub ins Wasser fällt.

Zahnzusatzversicherung – ab wann sollte man eine abschließen?

Wer noch jung ist, der wird vermutlich noch nicht so viel Zeit bei einem Zahnarzt verbracht haben. Hier und da eine Füllung für 40 Euro rechtfertigt noch keinen teuren Versicherungsabschluss für 20 bis 30 Euro monatlich. Aber: Die Tarife für junge Versicherungsnehmer sind weit günstiger, als wenn man mit bereits bestehenden Zahnproblematiken eine Versicherung im Erwachsenenalter abschließt. Viele lehnen den Abschluss einer Versicherung sogar ab, wenn bereits teure Zahnbehandlungen oder Zahnersatz nötig waren.

Wer mehrere Kinder hat, der hat natürlich ein mehrfaches Risiko, dass später Kosten durch teure Zahnbehandlungen anfallen. Generell lohnt sich dann eine monatliche Kinderzahnversicherung, vor allem dann, wenn schlechte Zähne familiär bedingt auftreten. Aber auch hier gilt: Eine gute Versicherung lässt sich nur dann abschließen, wenn noch keine Zahnfehlstellungen diagnostiziert wurden. Hier wäre dann eine Kieferorthopädie Versicherung womöglich sinnvoller, wenn diese frühzeitig abgeschlossen wird, etwa noch vor dem 6. Lebensjahr.

Wann kann ich mir die Zusatzversicherung sparen?

Es gibt durchaus Personen, welche in ihrem Leben noch keinerlei Behandlung beim Zahnarzt benötigt haben. Sofern man zu denjenigen gehört, die neben ihrer jährlichen Kontrolle keinen Zahnarztkontakt kennen, bedarf es in der Regel auch keiner Zusatzversicherung. Die Tendenz zu schlechten oder anfälligen Zähnen ist schon früh erkennbar, sodass man hier auch ein wenig auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen darf. Wer also noch nie mit Karies in Kontakt war, der wird auch keine Wurzelbehandlung in absehbarer Zeit benötigen und das Restrisiko bleibt überschaubar.

Welche Zahnzusatzversicherung passt zu mir?

Auch im Bereich der Zahnzusatzversicherungen gibt es sehr viele Angebote, die sich alle in ihren Leistungen und Tarifzusammenstellungen unterscheiden. Verschiedene Tests, beispielsweise von Stiftung Warentest, können zunächst die Auswahl einschränken und auch verschiedene Vergleichsportale im Internet können Unterstützung bei der Tarifwahl bieten. Natürlich sollte man nicht unbedingt das billigste Angebot wählen, eine Zusatzversicherung für 10 Euro im Monat kann möglicherweise sehr viele Kosten nicht mit abdecken.

Weiterhin ist die Frage zu beantworten, ob es eine reine Zahnzusatzversicherung sein soll, oder eine mit Prophylaxe-Kostenübernahme. Hier sollte man abwägen, in welchem Umfang die Leistungen in Anspruch genommen werden sollen. Wer regelmäßig zur Zahnreinigung geht, der könnte von dieser Art der Versicherung profitieren und sich rund 100 Euro vierteljährlich sparen. Wer hingegen nur Kronen, Brücken und Implantate absichern möchte, der sollte einen Tarif wählen, der lediglich diese Komponenten abdeckt. Auch ist auf zusätzliche Leistungen für Wurzelbehandlungen oder Parodontosebehandlungen zu achten.

Für den Abschluss ist es ebenso wichtig, ab wann die Versicherung im Bedarfsfall greift. So ist auf die einzuhaltende Wartezeit zu achten und darauf, ob die Tarife gestaffelt sind.

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