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Weisheiten, Zitate und Sprüche

Zitate und Gedichte zum Thema Liebeskummer, Trennung und Schmerz

Den Trennungsschmerz überwinden und “Ja” sagen zum Leben


Schwer ist es, die Trennung von einem geliebten Menschen zu verwinden – ob nun der Trennungsschmerz durch den Tod des Geliebten / der Geliebten oder durch Beziehungsabbruch vonstatten ging. Sicherlich – der Tod hat etwas Endgültiges, Unwiederbringliches, und gehört doch zum Leben dazu.

Trennung bedeutet manchmal, allein zu sein, sich einsam zu fühlen. Es braucht Zeit und liebe Menschen, die einem mit Verständnis durch den Trennungsschmerz begleiten. Und doch sind wir es selbst, die wir uns eines Tages wieder ins Leben zurückholen.

Wo wir sagen können: Ich will wieder mit meiner ur-eigenen Lebendigkeit an diesem Leben teilhaben. Ich will wieder “Ja” sagen zu diesem, meinem Leben, mit allem, was dazugehört:
mit dem Risiko, erneut zu scheitern, dem Risiko, mich wieder einem geliebten Menschen zuzuwenden.

Uns bleibt letztlich nichts anderes übrig, als genau das zu tun: sich diesem Leben und anderen Menschen hinzuwenden und zu vertrauen. Davon zeugen die folgenden Zitate und Gedichte: von der Schwere des Schmerzes und der Notwendigkeit der Verwandlung.

Zitate und Gedichte zum Thema vergebliche, tragische Liebe

Ich habe dich geliebt und liebe dich noch!
Und fiele die Welt zusammen,
aus ihren Trümmern stiegen doch
hervor meiner Liebe Flammen.

Christian Johann Heinrich Heine

Liebe lässt die Zeit vergehen,
Zeit lässt die Liebe vergehen.

Volksweisheit / Volksgut

Nicht lange täuschte mich das Glück,
das du mir zugelogen,
dein Bild ist wie ein falscher Traum
mir durch das Herz gezogen.

Der Morgen kam, die Sonne schien,
der Nebel ist zerronnen;
geendigt hatten wir schon längst,
eh wir noch kaum begonnen.

Christian Johann Heinrich Heine

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Liebe, die in Hass umschlagen kann,
ist niemals echte Liebe gewesen,
denn sie wollte nur besitzen.

Otto von Leixner

Nur Liebe überbrückt die Kluft,
die zwischen Sein und Nichtsein droht,
dass, wie gepflückter Blumen Duft,
doch etwas überlebt den Tod.

Friedrich Martin von Bodenstedt

Zwei Königskinder

1. Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb,
sie konnten beisammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.

2. Ach Liebster, könntest du schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir!
Drei Kerzen will ich anzünden,
und die soll’n leuchten zu dir.

3. Das hört ein falsches Nönnchen,
die tat, als wenn sie schlief;
sie tät die Kerzlein auslöschen,
der Jüngling ertrank so tief.

4. Es war an ein’m Sonntagmorgen,
die Leut waren alle so froh,
nicht so die Königstochter,
ihr Augen saßen ihr zu.

5. Ach Mutter, herzliebste Mutter,
der Kopf tut mir so weh;
ich möcht so gern spazieren
wohl an die grüne See.

6. Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht gehn,
weck auf deine jüngste Schwester,
und die soll mit dir gehn.

7. Ach Mutter, herzliebste Mutter,
meine Schwester ist noch ein Kind;
sie pflückt ja all die Blümlein,
die auf Grünheide sind.

8. Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht gehn;
weck auf deinen jüngsten Bruder,
und der soll mit dir gehn.

9. Ach Mutter, herzliebste Mutter,
mein Bruder ist noch ein Kind;
er schießt mir alle Vöglein,
die auf Grünheide sind.

10. Die Mutter ging nach der Kirche,
die Tochter hielt ihren Gang;
sie ging so lang spazieren,
bis sie den Fischer fand.

11. Ach Fischer, liebster Fischer,
willst du verdienen groß Lohn,
so wirf dein Netz ins Wasser
und fisch mir den Königssohn.

12. Er warf das Netz ins Wasser,
es ging bis auf den Grund;
der erste Fisch, den er fischet,
das war des Königs Sohn.

13. Sie fasst ihn in ihre Arme
und küsst seinen toten Mund:
Ach Mündlein, könntest du sprechen,
so wär mein jung Herz gesund.

14. Was nahm sie von ihrem Haupte,
eine güldene Königskron:
Sieh da, wohledler Fischer,
hast dein’ verdienten Lohn.

15. Was zog sie ab vom Finger,
ein Ringlein von Gold so rot:
Sieh da, wohledler Fischer,
kauf deinen Kindern Brot.

16. Sie schwang um sich ihren Mantel
und sprang wohl in die See:
Gut’ Nacht, mein Vater und Mutter,
ihr seht mich nimmermehr.

17. Da hört man Glöcklein läuten,
da hört man Jammer und Not;
hier liegen zwei Königskinder,
die sind alle beide tot.

Otto Holzapfel

Zitate und Gedichte über Trennung und Trennungsschmerz

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.

Aber die Dankbarkeit verwandelt
die Erinnerung in eine stille Freude.

Man trägt das vergangene Schöne
nicht wie einen Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk
in sich.

Dietrich Bonhoeffer

Wisse, dass dir nichts genommen werden kann,
was wahrhaftig dein ist.

Vergangen nicht,
verwandelt ist,
was war.

Rainer-Maria Rilke

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Wer nur einigermaßen zur Freiheit der Vernunft gekommen ist,
kann sich auf Erden nicht anders fühlen denn als Wanderer,
– wenn auch nicht als Reisender nach einem letzten Ziele:
denn dieses gibt es nicht.
Wohl aber will er zusehen und die Augen dafür offen haben,
was alles in der Welt eigentlich vorgeht;
deshalb darf er sein Herz nicht allzufest
an alles einzelne anhängen;
es muß in ihm selber etwas Wanderndes sein,
das seine Freude an dem Wechsel und der Vergänglichkeit habe.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Man kann Weinenden nicht ihre Tränen abwischen,
ohne sich dabei die Hände nass zu machen.

Unbekannt

Nicht an die Güter hänge dein Herz,
die das Leben vergänglich zieren.
Wer besitzt, der lerne verlieren,
wer im Glück ist, der lerne den Schmerz.

Johann Christoph Friedrich von Schiller

Eine Wunde,
die ein Freund schlägt,
heilt nicht.

Unbekannt

Lasst vergeh’n, was vergeht,
es vergeht, um wiederzukehren,
es altert, um sich zu verjüngen,
es trennt sich, um sich inniger zu vereinen,
es stirbt, um lebendiger zu werden.

Johann Christian Friedrich Hölderlin

Wider den Schmerz dich zu vermauern,
ist so verkehrt, wie maßlos zu trauern.

Emanuel Geibel

Schüttle alles ab, was dich in deiner Entwicklung hemmt,
und wenn’s auch ein Mensch wäre, der dich liebt.

Christian Friedrich Hebbel

Kein Weiser jammert um Verlust.
Er sucht mit freud’gem Mut
ihn zu ersetzen.

William Shakespeare


Allein zu sein!
Drei Worte,
leicht zu sagen,
und doch so schwer,
so endlos schwer
zu tragen.

Adelbert von Chamisso

Der Brief, den du geschrieben,
er macht mich gar nicht bang;
du willst mich nicht mehr lieben,
aber dein Brief ist lang.

Zwölf Seiten, eng und zierlich!
Ein kleines Manuskript!
Man schreibt nicht so ausführlich,
wenn man den Abschied gibt.

Christian Johann Heinrich Heine

Wenn uns die Menschen verlassen oder verwunden,
so breitet ja noch immer der Himmel,
die Erde und der kleine blühende Baum
seine Arme aus und nimmt den Verletzten darin auf.

Jean Paul

Warum es soviel Leiden
so kurzes Glück nur gibt?
Warum denn immer scheiden,
wo wir so sehr geliebt?

So manches Aug’ gebrochen
und mancher Mund nun stumm,
der erst noch hold gesprochen;
du armes Herz, warum?

Eleonore zu Stolberg-Wernigerode

Hast du eine große Freude an etwas gehabt,
so nimm Abschied!
Nie kommt es zum zweiten Male.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

In jeder großen Trennung
liegt ein Keim von Wahnsinn;
man muss sich hüten,
ihn nachdenklich auszubrüten
und zu pflegen.

Johann Wolfgang von Goethe


Sprich nicht
voller Kummer
von meinem
Weggehen,
sondern schließe
die Augen,
und du wirst
mich unter
euch sehen,
jetzt und immer.

Khalil Gibran

Tränen, die fließen, sind bitter;
bitterer aber sind die,
die nicht fließen.

Volksweisheit / Volksgut

Was die Raupe Ende der Welt nennt,
nennt der Rest der Welt Schmetterling.

Zarte Rosenblüte mit Tautropfen

In meinen Tränen
halt ich dich gefangen,
als wie in einem Spiegel,
der zu Perlen zerrann –
doch jede Perle Spiegel noch.
Im Spiegel meines Auges
wohntest du.
Der Spiegel brach.
Doch jede seiner Perlen,
als die er hintropft, –
spiegelt noch dein Bild.

Christian Morgenstern

Traurigsein ist wohl etwas Natürliches.
Es ist wohl ein Atemholen zur Freude,
ein Vorbereiten der Seele dazu.

Den wahren Charakter eines Menschen
erkennst du daran, wie er mit Dir umgeht,
wenn er Dich nicht mehr braucht.

Johann Wolfgang von Goethe

Die menschlichste der Schwächen
ist, über das, was uns das Herz gebrochen,
noch obendrein den Kopf uns zu zerbrechen.

Paul von Heyse
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